Archiv für Januar 2012
Intime Party: Das private Sex-Buffet von 11-14 Uhr
Fine und Stefan teilen ihr Bett mit jedem, der will. Seit einem Jahr laden Sie zu intimen Partys ein.
Ein paar Buletten, Gürkchen, Würstchen mit Senf, hart gekochte Eier, Kirschbonbons. Das Buffet könnte im Pausenraum für Seminarteilnehmer stehen, ist aber aufgebaut in einer Kreuzberger Drei-Zimmer-Wohnung, und die Leute, die da zugreifen, haben nichts an. Jeden Mittag zwischen 11 und 14 Uhr wird es serviert. Für 30 Euro pro Person. Dazu gibt es Sex. Gruppensex.
Eine Straße, wie es viele gibt in Berlin. Bäcker, Friseur, An- und Verkauf, Eckkneipe. In der Mitte dieses Häuserblocks ein türkisches Reisebüro, ein Spielcasino. Davor sitzt ein alter Mann auf einem Hocker. Er raucht Zigarillo, beäugt die Casino-Gäste. Die Haustür daneben ist ihm gleichgültig. Wenn der wüsste… In einer der 16 Wohnungen dahinter trifft man sich zum Sex mit dem einen oder anderen Fremden, oder gleich mit allen, in der Mittagspause. Gleich im Flur rechts führen acht Stufen hinauf zur 80-Quadrameter-Hochparterre-Wohnung. Kein Puff, kein Swingerclub. Hübsch privat ist es und soll es bleiben. Nach kalten Speisen und Getränken vom Buffet fallen hier alle Hemmungen. In drei Zimmern geht es nacheinander oder auch gleichzeitig zur Sache.
Und neben der Kaffeemaschine lädt ein Vibrator-Akku
Im Flur stehen Spinde zum Umkleiden. „Eher zum Auskleiden…“, sagt Stefan (41), Mieter der Wohnung, von Beruf Makler und Initiator des Mittagspausen-Sex’ im Kreuzberger Kiez. Seit einem Jahr laden Stefan und seine Freundin Fine, Ende 20, Mutter von zwei kleinen Kindern, fremde Leute in ihre Wohnung ein, um mit ihnen Bett und Whirlpool zu teilen. Früher gingen sie selbst auf Sexpartys, heute öffnen sie einfach die Wohnungstür, wenn es um 11 Uhr klingelt.
„Angefangen hat das alles im FKK-Urlaub, später sind wir dann in Swingerclubs gegangen“, erzählt Stefan. Doch Swingerclubs, die waren den beiden zu unpersönlich. Jetzt also Privat-Sex in den eigenen vier Wänden. „Wir denken, dass das sexuelle Spiel am besten in der Gruppe möglich ist“, sagt Stefan, der seit 15 Jahren darauf steht.
Am Flurende ein Bad, daneben das Whirlpool-Zimmer. Ein weiteres Zimmer mit drei Betten, die Mieter nennen es ihr Spielzimmer. Zwei Spiegel an den Wänden versprechen Aus- und Einblicke, ein Ventilator kreiselt frische Luft ins hitzige Spiel. Wer’s braucht, nimmt sich Massage-Öl, Kondome und Gleitgel vom Schränkchen. Auf der kleinen Bar im Nachbarzimmer röchelt die Kaffeemaschine, daneben hängt der Vibrator-Akku zum Laden an der Steckdose.
An den Fenstern rote Vorhänge, gegen Tageslicht und neugierige Blicke. „Obwohl man schon neugierig sein darf“, sagt Fine und erzählt von Silvester. „Da sind Mitternacht jede Menge Nachbarn gekommen und haben mit uns ins neue Jahr gefeiert.“ Speziell eben.
Immer mehr Berliner veranstalten wie Fine und Stefan solche Psst-Partys. Bis zu 50 solcher Treffen gibt es an manchen Tagen. Mittags, abends, nachts. Partys für Frauen und Männer, nur für Frauen oder nur für Männer. Für Softis oder für Fans der härteren Sexspielarten. Alles ist erlaubt, alles wird geboten. Berlin, Hauptstadt der Wohnzimmer-Sex-Partys.
Was vor fünf Jahren noch nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert wurde, wird nun recht offen gelebt. Googelt man „Sex Party in Berlin“, hat man Tausende Treffer. Einer davon ist der von Stefan und Fine. „Die meisten Leute entdecken uns im Internet, wir haben eine Teefonnummer auf der Seite“, sagt Stefan, inzwischen nur noch mit einem kleinen Handtuch bekleidet. „Stammgäste kommen auch ohne Voranmeldung vorbei, das geht schon klar. Aber von neuen Partygästen erwarten wir einen Anruf vorher. Es soll intim bleiben“, so Fine. Sie sieht noch einmal nach dem Buffet.
Stefans Handy klingelt. Er gibt die Adresse durch. „Franzosen, die gerade in Berlin angekommen sind“, sagt Stefan, „Touristen haben wir viele hier.“ Auch aus Italien, aus Holland. Manche kommen immer wieder, empfehlen uns weiter, schicken Freunde. „Und natürlich haben wir Berliner Stammgäste.“
Aber wie hält eine Beziehung das aus, wenn immer andere mit im Bett liegen. „Selbstverständlich ist es etwas ganz anderes, sich Fremden hinzugeben. Wenn wir Sex mit anderen haben, ist es nur Sex. Das Intimste, unsere Liebe und unsere Familie, bleibt immer privat und davon unberührt.“
Bis zu zehn Besucher kommen unter der Woche täglich zu Fine und Stefan, samstags – da haben sie später auf, zwischen 17 und 20 Uhr – sind es manchmal noch mehr.
Es klingelt an der Tür. Melly und Maike. „Och, noch gar kein Mann da heute?“, fragt Melly und zieht sich schon mal aus. „Gleich“, beruhigt Fine und grinst, „gerade haben sich zwei Franzosen angemeldet.“
Dann checkt sie noch schnell den Beamer, der Fine-Nacktbilder in Endlosschleife an die Wand überm Buffet wirft.
Es ist 11.20 Uhr.
Quelle: Bz-berlin.de
Deutsche Bordell-Betreiber lieben es
Seit zehn Jahren hat Deutschland eines der liberalsten Prostitutionsgesetze der Welt. Aber auch in Luxemburg ist Prostitution erlaubt. Nur Bordelle und Zuhälterei sind verboten.
In Köln steht ein Hochhaus, das komplett von Prostituierten bewohnt wird. Das hat sich die Stadt in den 70er Jahren selbst so ausgedacht, um das Rotlichtmilieu aus der Innenstadt zu verlagern. Mittlerweile ist das “Huren-Hochhaus” ziemlich heruntergekommen. Die Beleuchtung ist geisterbahnmäßig schummrig, und die riesigen Erotik-Gemälde im Treppenhaus erinnern an ein altes Bahnhofskino. Das Einzige, was einem hier Vertrauen einflößt, ist ausgerechnet das Gesicht von Bordell-Betreiber Armin Lobscheid (55). Es sieht aus wie eine Mischung aus Hemingway und Weihnachtsmann.
Seit zehn Jahren ist die Prostitution in Deutschland völlig legalisiert. Ein Werk der damaligen rot-grünen Bundesregierung. Sie wollte vor allem erreichen, dass sich mehr Prostituierte bei den Sozialversicherungen anmelden. Doch wie das Bundesfamilienministerium bestätigt, wird diese Möglichkeit “kaum genutzt”. Es besteht weitgehende Einigkeit darüber, dass sich die Arbeitsbedingungen für Prostituierte nicht wesentlich verändert haben.
Auch in Luxemburg ist Prostitution erlaubt. Doch das Betreiben von Bordells ist im Gegensatz zu Deutschland verboten. Auch Zuhälterei darf in Luxemburg nicht betrieben werden. In Frankreich wurden Bordelle nach dem 2. Weltkrieg verboten. Die Prostitution findet vor allem auf dem Straßenstrich statt. Auch in Belgien und in den Niederlanden ist Prostitution erlaubt.
“Keinen Arbeitsvertrag”
Auch Bordell-Betreiber Lobscheid sieht keine Besserung für die betroffenen Frauen: “Das ist komplett in die Hose gegangen. Die Frauen sind alle freiberuflich tätig. Die wollen keinen Arbeitsvertrag.” Die Prostituierten-Organisation Hydra sagt, das liege daran, dass der Beruf nach wie vor nicht gesellschaftlich anerkannt sei. Es erfordert ein gewisses Selbstbewusstsein, sich in amtlichen Formularen als “Prostituierte” zu bezeichnen.
Lobscheid beginnt einen kleinen Rundgang durch sein Reich, vorbei am “Domina-Studio” und an den “Tantra-Massagen”. Manche Zimmer geben den Blick auf den Kölner Dom frei: “Schön, nicht?” Im “größten Laufhaus Europas” arbeiten immer 80 bis 100 Frauen. “Dazu kommen noch 15 bis 30 im Club und noch einmal 15 bis 30 Tänzerinnen.” Jetzt ist gerade besonders gut zu tun, denn es ist Messezeit. Man sieht Anzugträger telefonierend auf und ab gehen.
Bordellbetreiber als große Gewinner
Im zehnten Stock schließt Lobscheid die Tür zu seinem Büro auf. An den Wänden hängen Geweihe – er schießt Elche in Kamtschatka und Steinböcke in Sibirien -, und neben dem Schreibtisch liegt ein Jagdhund, dem man besser nicht zu nahe kommt. Nein, wiederholt er, für die Frauen habe sich nicht viel geändert, wohl aber für Betreiber wie ihn. Vorher durfte er zum Beispiel nicht werben, da wäre das Riesenposter draußen an der Fassade mit der “Geld-zurück-Garantie” nicht erlaubt gewesen, genauso wenig wie Restaurant, Bistro und Tabledance.
Die Bordellbetreiber sind die großen Gewinner des Prostitutionsgesetzes, weil ihr Geschäft nicht mehr illegal ist und das Gewerbe deshalb insgesamt gewachsen ist. Lobscheid findet, dass er umgekehrt aber auch viele Pflichten hat. Er holt einen Aktenordner hervor, setzt seine Lesebrille auf und zeigt die vielen Formulare, die er ausfüllen muss. Die Polizei wird von ihm stets mit einer aktuellen “Belegungsliste” der bei ihm arbeitenden Frauen versorgt.
Escort-Service, Privatwohnung, Straßenstrich
Die meisten Orte, an denen Prostitution stattfindet, sind allerdings keine Groß- oder “Wellness-Bordelle”. Es ist der kleine Escort-Service, die Privatwohnung, der Straßenstrich. Und da im Prinzip alles erlaubt ist, können die Zuhälter dort machen, was sie wollen. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich sogenannte Flatrate-Clubs: Für teilweise nicht mehr als 20 Euro können Männer mit beliebig vielen Frauen schlafen.
Für die Polizei ist es schwieriger geworden, in diesem Milieu zu ermitteln – es muss jetzt ein gut begründeter Verdacht vorliegen, bevor sie aktiv werden kann. Menschenhändler zu belangen ist nur möglich, wenn belastende Aussagen der Opfer vorliegen; doch mit diesen Frauen in Kontakt zu kommen, erweist sich oft als unmöglich.
Sperrgebiet in Dortmund
Viele sind Analphabetinnen aus Osteuropa, die gar nicht wissen, wo sie arbeiten und die Polizei für korrupt halten. Manche Kommunen lassen sich mittlerweile einiges einfallen, um auf eigene Faust gegen den ausufernden Straßenstrich vorzugehen: So hat Dortmund die ganze Stadt kurzerhand zum Sperrgebiet erklärt, nachdem sich die Zahl der Prostituierten in kurzer Zeit vervielfacht hatte.
Die Innenminister der Länder haben vor gut einem Jahr eine strengere Regulierung der Prostitution gefordert. Unter anderem wollen sie, dass genau definiert wird, welche Anforderungen eine legale Prostitutionsstätte erfüllen muss. Das Bundesfamilienministerium prüft derzeit, wie “die bestehenden rechtlichen Instrumentarien des Gaststätten-, des Gewerbe- sowie des Polizei- und Ordnungsrechts ausgebaut” werden könnten. Eine Änderung des Gesetzes selbst ist nicht geplant.
Es ist Nachmittag geworden, und das Kölner “Huren-Hochhaus” füllt sich mit Gästen. Lobscheid steht auf, sein Jagdhund hebt den Kopf. Am Ausgang sagt er wie ein mittelständischer Unternehmer, der gerade seine Bilanz-Pressekonferenz abgeschlossen hat: “Wenn noch etwas unklar geblieben ist, lieber noch mal anrufen. Ich bin immer erreichbar.”
Quelle: Tageblatt.lu
Schlüpfrige Offerte: Erotikfilm-Star macht Buffon ein Job-Angebot
Ein Jobangebot der etwas anderen Art erhielt nun Italiens Nummer Eins. Schuld daran ist seine Frau, welche die Fähigkeiten ihres Gatten im Schlafzimmer pries.
Pikante Plauderstunden in der Serie A scheinen im Moment ganz groß in Mode zu sein. Nachdem vor wenigen Tagen erst pikante Details aus dem Schlafzimmer im Hause von Kevin Prince Boateng von dessen Freundin zu Tage gefördert wurden, legte die Frau von Juventus Turins Torwart Gianluigi Buffon jetzt noch einen drauf.
Frau Buffon zu redselig?
Frau Aelena Buffon gab der italienischen Frauenzeitschrift Verrisimo jüngst ein Interview, in welchem sie die Libido der italienischen Nummer Eins in den höchsten Tönen pries und sagte, dass er „im Bett besser als Rocco Siffredi“ sei. Letzterer ist nicht etwa ein früherer Lebensgefährte der 34-Jährigen, sondern ein in Italien berühmter Porno-Star.
„Buffon ist im Vergleich zu mir nur ein kleines Kind“
Und dieser fühlt sich nun prompt in seiner ganzen Manneskraft gekränkt und besser noch, sogar herausgefordert! So gab der „Filmstar“ nun der Tuttosport ein kurzes Interview zum Statement von Frau Buffon, in welchem er die Torwart-Legende vor die Kamera forderte. „Vielleicht ist er ja besser im Bett als ich, aber ich will ihn dann auch vor der Kamera sehen. Buffon ist im Vergleich zu mir nur ein kleines Kind“, so Siffredi.
„Ich brauche richtige Männer“
Und er bot dem Keeper sogar noch einen Job an. Dieser solle, nachdem er die Handschuhe an den Nagel gehängt hat, doch in etwas bequemeres schlüpfen und eine Karriere in der Porno-Industrie anstreben. „Ich mache ihm ein Angebot: Wenn er nicht mehr spielt, kann er für mich arbeiten. Ich brauche richtige Männer!“
Ob Buffon diesem Angebot tatsächlich nachkommen wird, darf allerdings zurecht bezweifelt werden. Man darf aber gespannt sein, welche Spielerfrau aus der Serie A sich als nächstes zu Wort melden wird.
Quelle: Goal.com
Berlusconis Anwälte provozieren in Sex-Prozess
Mit einem “Striptease” haben die Verteidiger von Silvio Berlusconi eine Anhörung im Prozess um Sex mit einer Minderjährigen gegen den früheren italienischen Regierungschef eröffnet. Die Juristen hätten sich aus Protest gegen die Richter ihrer Roben entledigt und den Saal verlassen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Anwälte wollten Termine im Prozess verschieben, weil der “Cavaliere” dann zu anderen Angelegenheiten vor Gericht steht. Der Richter habe darüber aber nicht entscheiden wollen.
Quelle: Rp-online.de
Zehn um Zehn Die 10 skurrilsten Sex-Gesetze der Welt
HEUTE: Die 10 verrücktesten Sex-Gesetze der Welt!
Eigentlich sollen Gesetze das öffentliche Leben regeln – sinnvoll sind sie aber nicht immer. Auf der ganzen Welt gibt es verrückte Sex-Vorschriften. Sie sind zumindest in der westlichen Welt Überbleibsel vergangener Zeiten: Sie wurden schlicht vergessen, bestehen noch auf dem Papier, werden aber nicht mehr angewendet.
Die meisten der antiquierten Gesetze in den USA haben ihren Ursprung im puritanischen Neuengland des 17. Jahrhunderts, eine ganze Reihe wurde mittlerweile auch offiziell abgeschafft.
01 In der US-Kleinstadt Hastings (Nebraska) sind Ehepaare dazu verpflichtet, beim Sex Nachthemden zu tragen.
02 In Estland ist es untersagt, beim Liebesakt Schach zu spielen.
03 Erwischt ein Ehemann in Uruguay seine Frau mit einem anderen, darf er entweder Ehefrau samt Liebhaber umbringen oder seiner Frau die Nase abschneiden und den Liebhaber kastrieren.
04 Wer in englischen Pubs eine fremde Frau um Sex bittet, macht sich eines „nationalen Ärgernisses“ schuldig. Strafe: bis zu 180 Euro oder drei Monate Gefängnis.
05 In Florida ist es explizit gesetzlich verboten, Sex mit einem Stachelschwein zu haben.
06 Der Verkauf von Kondomen ist in Irland erst seit 1978 legal.
07 In Arizona (USA) sind mehr als zwei Dildos pro Haushalt verboten.
08 In der US-Stadt Cleveland dürfen Frauen keine Lackschuhe zum Rock tragen, da Männer in deren Spiegelung ihr Höschen sehen könnten.
09 Im italienischen Siena dürfen Frauen mit dem Namen Maria nicht als Prostituierte arbeiten.
10 In Französisch-Guayana ist Masturbation gesetzlich verboten – sie macht angeblich geisteskrank.
Quelle: Bild.de
Interview zu Sex in der Türkei “Frauen schämen sich oft noch”
In der Türkei sind Sexshops für Frauen schwer zugänglich. Zwei junge Unternehmerinnen haben darum den ersten Onlineversand gegründet. Beate Uhse ist ihr Vorbild.
Im Stadtteil Beyoglu in Istanbul, im Büro von Selin Keleser und Sonay Onur liegen neben Tee und Keksen auch Vibratoren, Masturbatoren und Unterwäsche. Eine Auswahl der beliebtesten Stücke ihrer Website: vor vier Monaten haben Keleser und Onur den ersten Onlinesexshop in der Türkei gegründet, Sihirli Dokunuşlar heißt er – “magische Berührungen”.
sonntaz: Frau Keleser, Frau Onur, Sie bieten in Ihrem Onlinesexshop vor allem Sexspielzeug für Frauen an. Warum?
Selin Keleser: In der Türkei sind Sexshops nur für Männer.
Sonay Onur: Und sie sind in sehr gefährlichen Gegenden. Wir haben quasi eine Marktlücke entdeckt. Selin und ich haben angefangen, nach qualitativ hochwertigen Produkten zu recherchieren, Testberichte zu lesen. So hat sich das entwickelt.
Wie geht man in der Türkei mit Sexualität um?
Keleser: In Großstädten wie Istanbul sicher entspannter, aber auf dem Land, gerade in Anatolien, ist Sex ein Tabuthema. Vor allem vor der Heirat. Jungs dürfen über Sex reden, bei Mädchen wird der Wunsch, darüber zu reden, von Kindesbeinen an unterdrückt. Wer in einer solchen Gesellschaft aufwächst, spricht auch später nicht offen über Sexualität, nicht einmal mit engen Freundinnen. Was gefällt dir beim Sex? Wie ist das bei dir und deinem Freund? Solche Fragen beschämen oft noch.
Glauben Sie, das mit Ihrer Website ändern zu können?
Onur: Wir wollen, dass Frauen ihre Sexualität frei ausleben, dass sie sich trauen, Tabus zu brechen.
Keleser: Wir wünschen uns, dass sich Frauen ihres eigenen Körpers bewusst sind und ihn kennen. Dass sie wissen, was für sie gesund ist und was sie mögen.
Wieso ist Sex immer noch ein Tabuthema in der Türkei? Aus religiösen Gründen?
Onur: Nein, aus kulturellen.
Geht Ihre Generation anders mit Sex um als die Generation zuvor?
Onur: In gewisser Weise. Der neuen Frauengeneration der Türkei fällt es leichter, eigene Gedanken zur Sprache zu bringen. Die Frauen heute widersetzen sich dem Zwang anderer und nehmen das, was Eltern sagen, nicht einfach als gegeben hin.
Woher kommt das Sexspielzeug, das Sie in Ihrem Onlineshop verkaufen?
Onur: Das ist unterschiedlich. Wir arbeiten etwa mit einem Großhändler aus Holland zusammen, wir haben auch Unterwäsche, die wir aus Amerika importieren.
Das Telefon klingelt. Geduldig erklärt Selin Keleser der Kundin, dass ihre Produkte in neutralen Postpaketen stecken und von außen nicht ersichtlich ist, woher sie stammen.
Wer sind Ihre Kunden?
Onur: Wir bekommen viele Bestellungen aus kleineren Städten, auch aus dem Osten. Damit haben wir nicht gerechnet, wir dachten, dass vor allem Leute aus Istanbul, Ankara oder Izmir bei uns einkaufen. Sechzig Prozent unserer Kunden sind Männer. Wir verkaufen auch einige Masturbatoren, die speziell für Männer gemacht sind.
Und wie reagieren Frauen auf Ihr Angebot?
Onur: Frauen schämen sich oft noch. Darum kann sich jede und jeder, die oder der anonym bleiben und die eigene Adresse nicht preisgeben will, die Ware zu einer Poststelle schicken lassen. Das Ergebnis: Die Bestellungen von Frauen nehmen täglich zu. Sie wollen auch mehr wissen, zum Beispiel: Welcher Vibrator ist der richtige für mich?
Sie bieten auch Beratung an?
Onur: Ja, dafür haben wir einen Chatroom. Außerdem planen wir einen interaktiven Blog, wir wollen mit einem Arzt zusammenarbeiten, der die Fragen unserer Kunden beantwortet.
Seit vergangenem Jahr werden in der Türkei bestimmte Begriffe in Internetadressen zensiert. Beispielsweise ist das Wort “ciplak”, also “nackt”, verboten – eines von vielen Wörtern, die geblockt werden. Hatten Sie keine Probleme mit der Zensur?
Onur: Nein, aber wir hatten große Angst davor. Es gibt ja diesen Familienfilter …
… einen Filter, der am eigenen Computer eingestellt werden kann, damit keine Inhalte auftauchen, die “Anstand und Moral” untergraben könnten.
Onur: Von diesem Familienfilter wird unsere Seite definitiv geblockt. Wir haben auch Probleme, Werbung zu schalten. Für bestimmte Wörter lässt Google keine Werbung zu. Etwa für den türkischen Ausdruck für “zu schnell kommen”. Verzögert hat sich das Onlineschalten der Website allerdings wegen der Banken.
Wieso Banken?
Onur: Die Banken wollten uns nicht gewähren, dass man die Vibratoren oder Masturbatoren online per Kreditkarte zahlt. Weil wir Produkte verkaufen, die in ihren Augen nicht in Ordnung sind. Nicht anständig. Wir haben überhaupt nicht daran gedacht, dass das ein Problem darstellen könnte. Und waren dann bei vielen Banken, auch bei großen. Erst nach vielen Gesprächen haben sie die Website akzeptiert.
Wie haben Ihre Familien reagiert, als Sie ihnen eröffnet haben, dass Sie einen Sexshop betreiben?
Keleser: Es war nicht einfach, das zu erzählen. Wir haben damit gewartet, bis wir unseren Familien ein Beispiel der Website zeigen konnten. Aber dann haben sie positiv reagiert.
Und wie geht es jetzt weiter?
Onur: Wir wollen die Beratung ausbauen und einen Laden in Istanbul eröffnen. Einen Sexshop in einem schicken, modernen Stadtteil. Damit unsere Kunden sagen können: Hier schäme ich mich nicht, wenn ich aus der Tür komme und gesehen werde.
Sehen Sie sich als Pionierinnen wie Beate Uhse?
Keleser: Beate Uhses Geschichte ist beeindruckend. In Deutschland, in England, überall gibt es ihre Marke. Warum sollte es nicht etwas Vergleichbares in der Türkei geben?
Onur: Sie hat mit Verhütungsthemen angefangen und irgendwann ihren eigenen Laden gehabt, sich nicht hinter einer Website versteckt wie wir. Und das damals im Deutschland der Nachkriegszeit. Das war sehr, sehr mutig. Ehrlich gesagt wäre es schön, als eine solche Pionierin in Erinnerung zu bleiben.
Quelle: Taz.de
«Ich mag Sex ohne Kondom»
Im Kleinbasel wird dieser Tage wieder ungeschützter Sex feil geboten. Im Video-Interview erklärt Pornostar Barbara Devil, was sie dazu treibt, es ohne Gummi zu treiben.
Ja, das ist tatsächlich ein Saunaclub. Beim Betreten des FKK Basel beschlagen sich die Brillengläser des Journalisten innert Sekunden ob der feuchtheissen Luft. Brille ab, Brüste überall. Nackte Damen stöckeln durch die Gänge – oder zählen Bauchkettlein und Stilettos als Bekleidung? Ein angezogener Mann mit Glatze trägt Damengepäck ins Obergeschoss, auf seinem schwarzen Shirt steht «Bodyguard». Der Blick wandert nach links zur Empfangstheke, wo eine freundliche, ältere, angezogene Dame die Kundschaft empfängt.
Barbara Devil wartet im VIP-Zimmer. Über 500 Sexfilme hat die gebürtige Slowenin auf dem Kerbholz. Sie ist bekannt für ihre extremen Aktionen und den hautnahen Kontakt, den sie ihren «Fans» gegen Bezahlung bietet – bei Bedarf auch ohne Kondom. So auch bei der dreitägigen Aktion «Popp den Pornostar» in Basel, welche diese Woche für Wirbel bei Behörden und Politkern gesorgt hat. Im Interview erklärt die 29-Jährige, warum sie trotz Polemik regelmässig zum ungeschützten Sex lädt.
Barbara Devil, an deinem Wohnort Los Angeles wurde vergangene Woche ein Kondom-Obligatorium für Pornodarsteller beschlossen. Was hältst du davon?
Das ist ein grosses Thema. Ich weiss nicht, was ich darüber denken soll. Es gibt immer zwei Seiten. Als professioneller Darsteller achtet man auf seine Gesundheit, da hatten wir nie Probleme. Aber wie man hört, gibt es halt auch Situationen, in denen normale Leute dumme Sachen machen. Wenn wir also immer sicher sein wollen und es unser Leben rettet, dann machen es wir halt mit Kondom. Das ist ein Detail, kein grosses Problem für uns. Die Frage ist, ob das die Konsumenten auch sehen wollen. Wir werden sehen.
Warum bietest du ungeschützten Sex an?
Ich mag Sex ohne Kondom. Aber ich würde nie meine Gesundheit und die anderer riskieren. Ich biete den Kunden Sex ohne Kondom an, weil ich für diese Leute eine Fantasie bin. Die wollen mich als Pornostar kennen lernen und haben ungeschützten Sex vor Augen mit allem, was sie von den Filmen her kennen. Ich will auch nicht, dass junge Typen auf der Strasse dumme Sachen machen und ungeschützten Sex mit Mädchen haben, ohne sich nach deren Gesundheit zu erkundigen. Deshalb können diese Männer ihre Porno-Fantasien an mir ausleben. Der Schnelltest gibt vielleicht keine hundertprozentige Sicherheit, aber für mich ist das immer noch besser, als einfach so mit den Männern zu vögeln.
Aber es gibt Zweifel, dass diese 30-minütigen Schnelltests aussagekräftig sind.
Ich habe mich auch über diese Tests erkundigt. Es ist ja nicht so, dass mir das egal ist. Aber selbst wenn du Sex mit Kondom hast, kann es passieren, dass dieses reisst – da gibt es auch Risiken. Aber mit diesem Test wird mit 99-prozentiger Sicherheit gesagt, ob jemand eine Krankheit hat, oder nicht.
Hast du manchmal Angst davor, krank zu werden – oder schwanger?
Natürlich will ich nicht mein Leben riskieren und unternehme alles, um sicher zu sein. Und natürlich habe ich manchmal Angst, Krankheiten einzufangen. Aber so etwas kann überall passieren. Schwanger kann ich nicht werden, weil ich halt anders verhüte, als mit Kondom. Aber wenn ein netter Kerl kommt mit einem grossen… (überlegt) …Background im Rücken, kann das durchaus passieren (lacht).
Gibt es in Sachen Sex Dinge, die du nicht machen würdest?
Lass mich überlegen… (lacht) …ich bin ein verrücktes Mädchen, das verrückte Dinge mag. Ich bin nicht so romantisch. Ich glaube nicht, dass ich langsamen, romantischen Sex haben kann.
Hast du nach einem Tag harter Arbeit noch Lust auf Sex?
Das fragen mich alle. Was ich mache, betreibe ich mit Freude. Ich habe also immer ein Faible für Sex – schliesslich ist es ja mit jeder Person anders. Ich mag es also auch nach der Arbeit, bin 24 Stunden am Tag ready.
Du bist jetzt 29 Jahre alt. Was machst du in zehn Jahren?
Ich weiss nicht, was ich dann tun werde, aber mein Plan ist es, ein reiches Mädchen zu sein, meine Film-Produktionen zu haben, vielleicht sogar meine eigenen Clubs. Ich hoffe also, wir treffen uns dann noch einmal zum Interview.
Nach dem Gespräch zückt Barbara Devil fünf Visitenkarten, mit denen sie sich wahlweise als XXX Extreme Star, Glamour-Model oder General Director/Producer der «Barbara Devil Productions» ausweist. Nach einem kurzen Tanz an der Stange – Devil hat dafür den Beyoncé-Song «Naughty Girl» ausgewählt – verabschiedet sich die 29-Jährige, welche sich nicht über mangelnde Auslastung beklagen kann. Gewisse Fans reisen eigens wegen ihr nach Basel. Einer ihrer Kunden wartet im Nebenraum. Ob er sie mit oder ohne Kondom kennen lernen will?
Quelle: Bazonline.ch
Sex-Video mit Radost Bokel Hat er Momo erpresst?
Jetzt muss die Polizei die Wahrheit herausfinden!
Im Dschungelcamp beichtete „Momo“-Star Radost Bokel (36), dass sie von einem Ex-Freund erpresst wurde. Wenig später tauchte ein illegales Sexvideo im Internet auf. Ihre Mutter stellte Strafanzeige. Die Polizei ermittelte gegen einen Ex-Freund.
BILD fand den Mann, der ins Visier der Fahnder geraten ist. Sein Name: Winnie M. In der Frankfurter Partyszene bekannt als „Die nackte Kanone“!
Er und Bokel waren sechs Jahre lang ein Paar, lebten drei davon zusammen. 2007 kam es zum Streit.
Momos Ex zu BILD: „Ja, wir hatten Krach miteinander, aber jetzt ist alles in Ordnung. Wir haben aber keinen Kontakt mehr. Ich habe sie auch nicht erpresst.“
Die Ermittlungen laufen weiter.
Quelle: Bild.de
Juliette Lewis: Nacktfoto mit Fotograf ist ein Fake
In seinem Erotik-Bildband „Kibosh“ zeigte Star-Fotograf Terry Richardson sich mit einer jungen Dame inmitten des Koitus. Genau dieses Foto sorgte jüngst für Aufruhr, denn die Dame hat große Ähnlichkeit mit Schauspielerin Juliette Lewis.
Auf dem Foto ist Richardson mitten im „Akt“ mit einer nackten, jungen Frau zu sehen, die auf den ersten Blick frappierende Ähnlichkeit mit dem „From Dusk till Dawn“-Star hat.
Lewis im Fotoshoot mit Richardson
Da Lewis tatsächlich vor einigen Jahren eine Foto-Session mit dem für sein buntes Sexleben bekannten Star-Fotografen hatte, lag die Vermutung nahe, dass es sich hierbei wirklich um die 38-Jährige Schauspielerin und Musikerin handele.
Pressesprecher widerlegt Nacktfotos
Allerdings meldete ihr Pressesprecher gestern, dass Lewis ganz sicher nicht auf den Fotos zu sehen sei.
Da das Bild in dem vor einigen Jahren veröffentlichten Erotik-Bildband „Kibosh“ zu finden ist und Lewis dort nicht namentlich erwähnt wird, noch damals dafür in die Presse kam (was bei ihrer Beteiligung sicherlich der Fall gewesen wäre), kann man davon ausgehen, dass die junge Frau wirklich nur Ähnlichkeit mit Lewis hat.
Richardson selbst kam schon öfter unter Beschuss, da er einigen seiner Models unmoralische Angebote gemacht haben soll. Das Model Jamie Peck berichtete 2010 sogar davon, dass er sich während eines Fotoshoots splitterfasernackt ausgezogen und sie gebeten hätte, Fotos von ihm zu machen.
Quelle: Noows.de
„Mehr Rechte für Sexarbeiterinnen nötig“
Prostituierte, die zu ihrer Arbeit stehen, müssten auch mehr Rechte und Absicherungen erhalten und gegenüber anderen Arbeiternehmerinnen nicht benachteiligt werden, fordert Sozialarbeiterin Maria Holl im Samstag-Interview.
Kurz sah es in den letzten Wochen so aus, als ob in Vorarlberg tatsächlich zum ersten Mal ein legales Bordell genehmigt werden könnte. In Hohenems wurden entsprechende Pläne eines Bludenzer Geschäftsmannes ernsthaft diskutiert, dann aber im Stadtrat abgelehnt. Ein Ergebnis, mit dem viele gerechnet haben. So auch Diplomsozialarbeiterin Maria Holl vom Projekt „Nana“. Im Projekt „Nana“ kümmern sich Sozialarbeiter um aktive Prostituierte und ehemalige Prostituierte.
Auch nach Eröffnung eines legales Bordells würden heimische Prostituierte weiter eher im benachbarten Ausland arbeiten, meint Holl. Gerade Frauen aus Vorarlberg sei Anonymität im eigenen Land sehr wichtig. Für Frauen mit migrantischem Hintergrund wäre ein legales Bordell aber sehr wohl ein Mittel, um sie aus der Illegalität herauszuholen.
„Sittenpolizeigesetz ist nicht mehr zeitgemäß“
Das über 30 Jahre alte Vorarlberger Sittenpolizeigesetz ist nicht mehr zeitgemäß, meint Maria Holl, es stamme aus der Zeit, als es in Vorarlberg eine große Rotlichtszene und einen Straßenstrich sowie die dazugehörige Begleitkriminalität gegeben habe. Dem habe man damals entgegenwirken wollen. Die Gesellschaft sei jetzt aber eine andere als vor 30 Jahren, so Holl. Außerdem habe sich auch die Sexarbeit weiterentwickelt. Viele Frauen würden mittlerweile dazu stehen, dass sie Prostituierte sind: Für sie müsse es Absicherungen und eine Gleichstellung gegenüber anderen Arbeiternehmerinnen geben.
Quelle: Orf.at




























