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Abmahnkanzlei versteigert Forderungen gegen Porno-Filesharer

Eine Regensburger Rechtsanwaltskanzlei hat einen kreativen Weg gefunden, Geld mit offenen Abmahnforderungen zu verdienen. Die Kanzlei Urmann + Collegen versteigert Forderungen aus solchen Abmahnverfahren, in denen die Abgemahnten die Zahlung verweigerten. Bei den Verfahren handelt es sich vor allem um Abmahnungen an mutmaßliche Filesharer, die Porno-Filme heruntergeladen haben sollen. Insgesamt sollen Forderungen in Höhe von 90 Millionen Euro unter den Hammer kommen.

Die Kanzlei vertritt seit Jahren Rechteinhaber aus dem Bereich der Erwachsenenunterhaltung bei der Durchsetzung ihrer Rechte gegenüber mutmaßlichen Filesharern. Das Vorgehen dabei ist immer dasselbe: Zunächst erhalten die Beschuldigten eine Abmahnung und werden für Verstöße gegen das Urheberrecht zur Zahlung eines Pauschalbetrages von 650 Euro aufgefordert. Gehen die Abgemahnten nicht auf diese Forderung ein, verlangt die Kanzlei in einem zweiten Schreiben 1286,80 Euro.

Bieter müssen 5000 Euro Kaution hinterlegen

Genau solche unbezahlten Forderungen aus den Jahren 2010 und 2011 sind es, die die Kanzlei nun veräußern möchte. In einem Werbefax der Kanzlei, das der Redaktion des Online-Fachmagazins heise vorliegt, spricht U+C von “Forderungen aus Urheberrechtsverletzungen”, die “jeweils gleichartig und aus dem gleichen Rechtsgrund” seien. Mögliche Bieter für diese Auktion sind zum Beispiel Inkassounternehmen. Sie könnten die Forderung unter ihrem Wert einkaufen und durch das Eintreiben der Außenstände Gewinn erzielen. Interessenten müssen eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen und 5000 Euro Kaution hinterlegen. Ab dem 12.12. sollen die Forderungen im Zehn-Minuten-Takt auf einer eigens eingerichteten Internetseite versteigert werden.

Quelle: T-online.de

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