Archiv für 30. Dezember 2010
Charlie Sheen: Weihnachten mit Drogen & Prostituierten
Los Angeles – Charlie Sheen hat es an Weihnachten angeblich richtig krachen lassen.
Anstatt an langweiligen Familienfeiern teilzunehmen, soll der Schauspieler ausgelassen gefeiert haben. Wie “showbizspy.com” berichtet, sagte ein Insider: “Er ging nicht zu seinem Bruder Emilio, er tauchte nicht bei Denise Richard auf und seine Tochter Cassandra hat er auch versetzt. Er hat es krachen lassen – Charlie ist wieder ein Partykönig. Er hat in dieser Nacht ziemlich viel Kokain genommen. Er mag Prostituierte und er mag Koks – und für beides hat er genug Geld.”
Quelle: fan-lexikon.de
China schaltet 60.000 Porno-Seiten ab
In ihrem Kampf gegen Online-Sex, -Zockerei und -Gewalt kann die chinesische Regierung einen Erfolg verbuchen: 60.000 Porno-Seiten sind offline, der Kampf geht weiter – jetzt gegen Skype. Außerdem im Nachrichtenüberblick: Hadopi warnt pro Tag 2.000 Filesharer und FBI sucht Anonymous-Anführer.
Die chinesische Regierung hat am Donnerstag bekannt gegeben, innerhalb eines Jahres mehr als 60.000 Porno-Websites ausgeschaltet zu haben – ein großer Erfolg für Pekings Ambitionen, in China den Zugang zum Internet besser zu kontrollieren. Bis Ende November, gab Wang Chen vom Presseamts des chinesischen Kabinetts bekannt, habe man 1,8 Millionen Websites durchforstet, 60.000 davon wegen pornographischer Inhalte abgeschaltet, 58 Menschen im Zusammenhang mit den Sex-Seiten festgenommen und jeweils für mindestens fünf Jahre ins Gefängnis gesteckt.
China hat Online-Pornographie, Gewalt-Inhalten und dem Internet-Glückspiel den Kampf angesagt – und meldet regelmäßig Erfolge. Wohl auch weiterhin: Kabinett-Sprecher Wang gab bekannt, dass Internet und Gewalt nicht aus dem Internet verschwinden werden und deshalb die Aktion gegen die unerwünschten Websites voranschreiten werde: “Diese spezielle Operation, um Online-Pornographie und vulgäre Inhalte auszumerzen, steht nicht am Ende – dies ist ein langwieriger Kampf.”
China stellt die weltgrößte Online-Bevölkerung: Mehr als 450 Millionen Chinesen surfen regelmäßig, ob von zuhause, im Internetcafé oder mit Internet-fähigen Handys. Chinas Internet ist umzäunt: Filter halten von der Regierung als unerwünscht gekennzeichnete Inhalte aus dem chinesischen Internet fern, Zensoren überwachen die Internet-Kommunikation innerhalb. Wie sehr, das beweist die nächste Meldung:
China gegen Internettelefonie
China will die Internet-Telefonie besser kontrollieren können und kündigt massive Schritte gegen “illegale” VoIP-Telefondienste (Voice over Internet Protokoll, ein Standard zur Übertragung von Telefongesprächen über Datennetze) an. Chinas Minister für Industrie und Informationstechnologie sagte in einer kurzen, öffentlichen Mitteilung, dass er “illegale” Telefondienste abschalten und eine Hotline einrichten will, über die Chinesen solche Dienste anzeigen können sollen.
Ziel: Internet-Telefonie soll es nur noch aus der Hand der im staatlichen Besitz befindlichen Telekommunikations-Unternehmen geben – die sich wiederum besser überwachen lassen, als die oft anonymen, verschlüsselten, vor Überwachung relativ geschützten Drittanbieter. Darunter dürfte vor allem auch Skype zählen, der wohl berühmteste VoIP-Anbieter: Skype, funktioniert in China meist hervorragend. Das wissen auch viele chinesische Surfer und führen darüber kritische Telefongespräche und heikle Chats, ohne, dass ihnen ein Zensor über die Schulter schaut.
Das Verbot unabhängiger VoIP-Dienste dürfte aber noch einen anderen Grund haben: Diese Dienste stehen in Konkurrenz mit Chinas staatlichen Telefonunternehmen – die weit höhere Minutenpreise verlangen, teilweise bis zum 15-fachen…
Frankreichs Copyright-Behörde verwarnt 100.000 angebliche Filesharer
Die französische Anti-Filesharing-Behörde Hadopi hat mitgeteilt, seit Oktober 2010 bereits 100.000 E-Mail-Verwarnungen an mutmaßliche Filesharer verschickt zu haben. Diese Warnungen sind der erste von drei Schritten hin zum Rauswurf aus dem Internet, der französischen Internet-Surfern droht, sollten sie sich beim Filesharing beobachten lassen.
Doch den französischen Rechteverwertern sind 100.000 Verwarnungen in drei Monaten nicht genug: Sie reichen täglich angeblich zwischen 50.000 und 70.000 Warn-Anträge bei der Hadopi ein – von denen die Behörde nur rund 2.000 weiterleitet. (Das französische Kultusministerium wünschte sich einst mindestens 10.000 Verwarnungen pro Tag)
Mit gutem Grund: wehren sich die Hadopi-Verantwortlichen gegen den Vorwurf der Trägheit: “Die Kommission zu Schutz der Rechte vor Internetpiraterie ist keine Radarfalle,” heißt es in einem offenen Brief in “Le Monde”: “Ihre Aufgabe ist eher erzieherisch.” Zumal Hadopi von Anfang an als “drakonische” Institution bezeichnet wurde, die “blind jeden Internet-Nutzer verfolgt, der einmal einen Song, einen Film, eine Fernsehserie heruntergeladen hatte.” Mit ihren Vorwürfen falle die Kulturrechte-Industrie der Behörde in den Rücken.
So sei es wenig sinnvoll, Zahlen zu diskutieren: “Unsere Aufgabe ist nicht quantitativ, da es ganz klar zwecklos ist, die Effektivität des Rechtsschutzes im Internet anhand einer Zahl von ‘Täter’ festzumachen.”
Zahlen nennt Hadopi dann doch: Im “Le Figaro” erklärt ein Beamter, dass 15 Prozent der Verwarnten per Mail auf die Warn-Mail anworteten: Viele zeigten sich verdutzt, weil auch die konkreten Vorwürfe, welches Werk illegal herunter- oder heraufgeladen worden sei, in dem Schreiben fehlen. Die meisten Nutzer aber würden bekennen: “Jaja, ich habe heruntergeladen und schwöre, es nie wieder zu tun.” Andere, heißt es, würden weinen und verrückte Geschichten erfinden.
Server-Durchsuchung: FBI geht gegen Anonymous vor
Die amerikanische Bundespolizei FBI hat Medienberichten zufolge die Server-Räume eines Web-Hosters in Texas durchsuchen lassen und in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Behörden Server beschlagnahmen lassen, um die anonymen Anführer der Hacktivisten-Gruppe Anonymous ausfindig zu machen, die die Denial-of-Service-Attackten gegen PayPal planten und durchführten. Wie schwierig das ist, zeigt eine Spur, die nach Deutschland führte: Eine der bei der Aktion verfolgten IP-Adressen führte zu einem deutschen Internet-Provider, den fraglichen Server aber gehörte dem BKA zufolge einem Mann aus Frankreich – der aber nicht als Administrator der Web-Attacken auftrat – den Zugang zum Server hatte wiederum eine andere Person.
” The Smoking Gun” beschreibt die Probleme so ausführlich, wie es anhand der schlechten Aktenlage geht. Wichtige Botschaft für die Möchtegern-Hacker und den Web-Lynchmob: Anonymous bleibt vermutlich erstmal anonym.
Hintergrund: PayPal wurde – neben anderen Unternehmen wie Mastercard und Visa – von Anonymous als Ziel ausgemacht, nachdem das Unternehmen die Weiterleitung von Spendengelder an die Informanten-Site Wikileaks verweigerte. Anonymous ist per se führerlos – die konkreten Angriffsziele legt aber vermutlich ein kleiner Kreis Personen fest, deren Einfluss sich rein aus Abonnenten ihrer Angriffsziele-Koordinaten bestimmt. Sie füttern die Angriffs-Software LoIC aus der Ferne mit Adressen von Servern, die von freiwilligen Mittätern dann unter Software-Beschuss genommen werden, bis sie zusammenbrechen.
Quelle: spiegel.de






















