Archiv für Dezember 2010
Charlie Sheen: Weihnachten mit Drogen & Prostituierten
Los Angeles – Charlie Sheen hat es an Weihnachten angeblich richtig krachen lassen.
Anstatt an langweiligen Familienfeiern teilzunehmen, soll der Schauspieler ausgelassen gefeiert haben. Wie “showbizspy.com” berichtet, sagte ein Insider: “Er ging nicht zu seinem Bruder Emilio, er tauchte nicht bei Denise Richard auf und seine Tochter Cassandra hat er auch versetzt. Er hat es krachen lassen – Charlie ist wieder ein Partykönig. Er hat in dieser Nacht ziemlich viel Kokain genommen. Er mag Prostituierte und er mag Koks – und für beides hat er genug Geld.”
Quelle: fan-lexikon.de
China schaltet 60.000 Porno-Seiten ab
In ihrem Kampf gegen Online-Sex, -Zockerei und -Gewalt kann die chinesische Regierung einen Erfolg verbuchen: 60.000 Porno-Seiten sind offline, der Kampf geht weiter – jetzt gegen Skype. Außerdem im Nachrichtenüberblick: Hadopi warnt pro Tag 2.000 Filesharer und FBI sucht Anonymous-Anführer.
Die chinesische Regierung hat am Donnerstag bekannt gegeben, innerhalb eines Jahres mehr als 60.000 Porno-Websites ausgeschaltet zu haben – ein großer Erfolg für Pekings Ambitionen, in China den Zugang zum Internet besser zu kontrollieren. Bis Ende November, gab Wang Chen vom Presseamts des chinesischen Kabinetts bekannt, habe man 1,8 Millionen Websites durchforstet, 60.000 davon wegen pornographischer Inhalte abgeschaltet, 58 Menschen im Zusammenhang mit den Sex-Seiten festgenommen und jeweils für mindestens fünf Jahre ins Gefängnis gesteckt.
China hat Online-Pornographie, Gewalt-Inhalten und dem Internet-Glückspiel den Kampf angesagt – und meldet regelmäßig Erfolge. Wohl auch weiterhin: Kabinett-Sprecher Wang gab bekannt, dass Internet und Gewalt nicht aus dem Internet verschwinden werden und deshalb die Aktion gegen die unerwünschten Websites voranschreiten werde: “Diese spezielle Operation, um Online-Pornographie und vulgäre Inhalte auszumerzen, steht nicht am Ende – dies ist ein langwieriger Kampf.”
China stellt die weltgrößte Online-Bevölkerung: Mehr als 450 Millionen Chinesen surfen regelmäßig, ob von zuhause, im Internetcafé oder mit Internet-fähigen Handys. Chinas Internet ist umzäunt: Filter halten von der Regierung als unerwünscht gekennzeichnete Inhalte aus dem chinesischen Internet fern, Zensoren überwachen die Internet-Kommunikation innerhalb. Wie sehr, das beweist die nächste Meldung:
China gegen Internettelefonie
China will die Internet-Telefonie besser kontrollieren können und kündigt massive Schritte gegen “illegale” VoIP-Telefondienste (Voice over Internet Protokoll, ein Standard zur Übertragung von Telefongesprächen über Datennetze) an. Chinas Minister für Industrie und Informationstechnologie sagte in einer kurzen, öffentlichen Mitteilung, dass er “illegale” Telefondienste abschalten und eine Hotline einrichten will, über die Chinesen solche Dienste anzeigen können sollen.
Ziel: Internet-Telefonie soll es nur noch aus der Hand der im staatlichen Besitz befindlichen Telekommunikations-Unternehmen geben – die sich wiederum besser überwachen lassen, als die oft anonymen, verschlüsselten, vor Überwachung relativ geschützten Drittanbieter. Darunter dürfte vor allem auch Skype zählen, der wohl berühmteste VoIP-Anbieter: Skype, funktioniert in China meist hervorragend. Das wissen auch viele chinesische Surfer und führen darüber kritische Telefongespräche und heikle Chats, ohne, dass ihnen ein Zensor über die Schulter schaut.
Das Verbot unabhängiger VoIP-Dienste dürfte aber noch einen anderen Grund haben: Diese Dienste stehen in Konkurrenz mit Chinas staatlichen Telefonunternehmen – die weit höhere Minutenpreise verlangen, teilweise bis zum 15-fachen…
Frankreichs Copyright-Behörde verwarnt 100.000 angebliche Filesharer
Die französische Anti-Filesharing-Behörde Hadopi hat mitgeteilt, seit Oktober 2010 bereits 100.000 E-Mail-Verwarnungen an mutmaßliche Filesharer verschickt zu haben. Diese Warnungen sind der erste von drei Schritten hin zum Rauswurf aus dem Internet, der französischen Internet-Surfern droht, sollten sie sich beim Filesharing beobachten lassen.
Doch den französischen Rechteverwertern sind 100.000 Verwarnungen in drei Monaten nicht genug: Sie reichen täglich angeblich zwischen 50.000 und 70.000 Warn-Anträge bei der Hadopi ein – von denen die Behörde nur rund 2.000 weiterleitet. (Das französische Kultusministerium wünschte sich einst mindestens 10.000 Verwarnungen pro Tag)
Mit gutem Grund: wehren sich die Hadopi-Verantwortlichen gegen den Vorwurf der Trägheit: “Die Kommission zu Schutz der Rechte vor Internetpiraterie ist keine Radarfalle,” heißt es in einem offenen Brief in “Le Monde”: “Ihre Aufgabe ist eher erzieherisch.” Zumal Hadopi von Anfang an als “drakonische” Institution bezeichnet wurde, die “blind jeden Internet-Nutzer verfolgt, der einmal einen Song, einen Film, eine Fernsehserie heruntergeladen hatte.” Mit ihren Vorwürfen falle die Kulturrechte-Industrie der Behörde in den Rücken.
So sei es wenig sinnvoll, Zahlen zu diskutieren: “Unsere Aufgabe ist nicht quantitativ, da es ganz klar zwecklos ist, die Effektivität des Rechtsschutzes im Internet anhand einer Zahl von ‘Täter’ festzumachen.”
Zahlen nennt Hadopi dann doch: Im “Le Figaro” erklärt ein Beamter, dass 15 Prozent der Verwarnten per Mail auf die Warn-Mail anworteten: Viele zeigten sich verdutzt, weil auch die konkreten Vorwürfe, welches Werk illegal herunter- oder heraufgeladen worden sei, in dem Schreiben fehlen. Die meisten Nutzer aber würden bekennen: “Jaja, ich habe heruntergeladen und schwöre, es nie wieder zu tun.” Andere, heißt es, würden weinen und verrückte Geschichten erfinden.
Server-Durchsuchung: FBI geht gegen Anonymous vor
Die amerikanische Bundespolizei FBI hat Medienberichten zufolge die Server-Räume eines Web-Hosters in Texas durchsuchen lassen und in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Behörden Server beschlagnahmen lassen, um die anonymen Anführer der Hacktivisten-Gruppe Anonymous ausfindig zu machen, die die Denial-of-Service-Attackten gegen PayPal planten und durchführten. Wie schwierig das ist, zeigt eine Spur, die nach Deutschland führte: Eine der bei der Aktion verfolgten IP-Adressen führte zu einem deutschen Internet-Provider, den fraglichen Server aber gehörte dem BKA zufolge einem Mann aus Frankreich – der aber nicht als Administrator der Web-Attacken auftrat – den Zugang zum Server hatte wiederum eine andere Person.
” The Smoking Gun” beschreibt die Probleme so ausführlich, wie es anhand der schlechten Aktenlage geht. Wichtige Botschaft für die Möchtegern-Hacker und den Web-Lynchmob: Anonymous bleibt vermutlich erstmal anonym.
Hintergrund: PayPal wurde – neben anderen Unternehmen wie Mastercard und Visa – von Anonymous als Ziel ausgemacht, nachdem das Unternehmen die Weiterleitung von Spendengelder an die Informanten-Site Wikileaks verweigerte. Anonymous ist per se führerlos – die konkreten Angriffsziele legt aber vermutlich ein kleiner Kreis Personen fest, deren Einfluss sich rein aus Abonnenten ihrer Angriffsziele-Koordinaten bestimmt. Sie füttern die Angriffs-Software LoIC aus der Ferne mit Adressen von Servern, die von freiwilligen Mittätern dann unter Software-Beschuss genommen werden, bis sie zusammenbrechen.
Quelle: spiegel.de
Obduktion ergab: Säugling starb an Unterkühlung

Adriana B. (20) auf dem Weg zum Haftrichter. Sie hat die Tat gestanden. Gegen sie wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen Foto: Jörg Bergmann, M.Firyn
Berlin – Es ist wohl eine der traurigsten Weihnachtsgeschichten Berlins: Die Prostituierte Adriana B. (20) bringt am 2. Weihnachtsfeiertag ganz allein einen gesunden Jungen zur Welt. Nackt und völlig schutzlos wirft sie das Neugeborene aus dem Fenster im ersten Stock! Nach der Obduktion des Babys wurde klar: Das Kind starb nicht an den Folgen des Sturzes, sondern an Unterkühlung.
„Das Kind war nackt, es war zu kalt“, sagt die Staatsanwaltschaft. Die Mutter sitzt nun in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl ist wegen Totschlagverdachts erlassen worden. Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte, dass die Mutter an einer psychischen Krankheit leide.
Nachbar Tadeusz K. (47) findet gegen 17.40 Uhr am zweiten Weihnachtsfeiertag das nackte Baby im Schnee: „Eine Freundin war draußen rauchen, als sie das leise Wimmern des Kindes hörte“, sagt er. „Mit einer Taschenlampe bin ich daraufhin raus und habe das Baby samt Nabelschnur im Schnee liegend gefunden. Ich habe es sofort in ein Handtuch gewickelt und von dem ganzen Blut gesäubert.“
Polizei und Feuerwehr treffen wenige Minuten später ein. Das Baby wird ins Virchow-Klinikum gebracht – mit starker Unterkühlung. Noch in der Nacht zum Montag stirbt es.
Seine Mutter hatte eingeräumt, den Jungen alleine in der Wohnung im ersten Stock des Mietshauses geboren und dann aus dem Fenster gestürzt zu haben.
Zu den Motiven der Tat äußerte sie sich laut Staatsanwaltschaft bisher nicht.
Im September war Adriana B. aus Rumänien eingereist. Sie soll am Stuttgarter Platz als Prostituierte gearbeitet haben, berichten Nachbarn. Bei ihrer Vernehmung gab die Frau an, bereits 2009 ein Mädchen zur Welt gebracht zu haben. Dieses Baby lebt bei Verwandten.
Quelle: bild.de
Tantra-Studio sorgt für Erregung
Erotische Massagen in der Bergseestraße – Nachbarn sind wütend, Besitzerin bleibt gelassen

Erotische Massagen verspricht dieses Schild vor einem Tantra-Studio in der Bergseestraße. Die Nachbarn sind nicht begeistert.
Bad Säckingen – Ein im November eröffnetes erotisches Tantra-Massage-Studio sorgt für Aufregung in der Bergseestraße: Weil dort drei leicht bekleidete Masseusen seit einigen Wochen Männern und Paaren ihre Dienste anbieten, fürchten die Nachbargeschäfte um ihren guten Ruf. Während die Eigentümer der Räumlichkeiten sich auf einen lupenreinen Mietvertrag mit der Chefin des Studios berufen, gehen bei der Stadt zahlreiche Beschwerden ein. Doch tun kann man dort erst einmal nichts – denn der Massage-Salon ist zunächst legal. Würden dort allerdings sexuelle Handlungen gegen Bezahlung nachgewiesen, drohte die Schließung.
„Mit Prostitution haben wir aber rein gar nichts zu tun“, sagt die Inhaberin des Tantra-Salons, eine Frau knapp über Dreißig, die namentlich nicht genannt werden will. Sie ist seit vier Jahren in der Branche tätig, hat sich zur „Erotikmasseuse“ ausbilden lassen. Mit dem Geschäft in Säckingen hat sie sich zum ersten Mal selbstständig gemacht. „Die Leute sollen sich nicht so beschweren“, erklärt sie, „wir tun nichts Verbotenes.“
Also was passiert nun hinter den Mauern des Hauses in der Bergseestraße? Wir haben die Betreiberin konkret gefragt. Hinter dem mit einer weißen Blütenfolie beklebten Schaufenster lockt laut Chefmasseuse eine Behandlung, die gerade Männer anspricht. Mit Happy Ende? „Die Massage führt zum Höhepunkt“. Konkret geht es hier um Stimulation mit der Hand am ganzen Körper – getaktet in Einheiten à „20 Minuten für 50 Euro“. Barzahlung ist Pflicht. Ist das nicht vielleicht doch illegal? „Nein“, sagt die Besitzerin überzeugt. Sie versteht ihr Angebot als eine der indischen Tantra-Lehre angelehnte Therapie für Körper und Seele.
Bei der Polizei sieht man das etwas anders: Laut Pressesprecher Paul Wissler sei jede Form der sexuellen Handlung gegen Entgelt letztendlich eine Form der Prostitution – auch das in dem Säckinger Salon avancierte „Happy End“, also das fröhliche Ende einer tantrischen Massage. In einer Großstadt ginge das unter Umständen, denn käufliche Lust wird je nach Einwohnerzahl genehmigt oder verboten. Bad Säckingen sei schlicht zu klein für ein entsprechendes Geschäft. Dennoch liefen laut Wissler bisher keine Ermittlungen. Bei der Polizei liegen noch keine Anzeigen vor.
Allerdings gingen bereits im Rathaus Beschwerden ein. Beispielsweise würden die Nachbarn des Erotik-Salons selbigen lieber heute als morgen geschlossen sehen. „Das finde ich gar nicht gut, dass es so was hier gibt“, sagt einer, mit hörbar wütendem Unterton. Die Chefin des Salons entgegnet: Sie sei offen für Gespräche, würde jeden Nörgler gerne aufklären. „Wir machen hier“, meint sie, „einfach nur unsere Arbeit – und fertig.“
Quelle: suedkurier.de
Neuer Porno von Paris Hilton? – Ex-Freund bietet Film für eine Million Dollar an
Gerüchten zufolge existiert ein Video von Paris Hilton und ihrem Ex-Freund Doug Reinhardt beim Sex. Das Tape sei angeblich im Besitz von Reinhardt, der es zu einem hohen Preis verkaufen wolle.
Eine Million US-Dollar verlange der vermeintliche “Filmpartner” der Hotel-Erbin von Pornofirmen für das Material, das er ihnen zum Kauf angeboten habe. Sein Management gab umgehend ein Dementi ab: “Doug sagt, ein Sex-Tape mit Paris Hilton und ihm existiere überhaupt nicht und habe nie existiert”.
“One Night in Paris” heißt der bekannte Privat-Porno von Paris Hilton und ihrem Ex-Freund Rick Solomon, der den Film 2003 veröffentlichte und Millionen damit verdiente.
Quelle: shortnews.de
Haftstrafe für Porno-Briefe
Häftling beleidigte JVA-Beamtin mit obszönen Angeboten
Limburg. Ein Häftling im Liebesrausch: Ein 33 Jahre alter Mann hat eine JVA-Beamtin im Limburger Gefängnis mit obszönen Briefen belästigt und ihr eindeutige Angebote gemacht. Dafür muss er nun noch zehn Monate länger sitzen.

Ein 33-Jähriger hat eine JVA-Beamtin im Limburger Gefängnis mit obszönen Briefen belästigt und muss nun zehn Monate länger sitzen. (Symbolbild: dpa)
Er hatte sie als schönste Frau der Welt bezeichnet und sie zum Sex aufgefordert. Das fand sie allerdings wenig schmeichelhaft. Denn die Briefe kamen von einem Häftling, den sie zu bewachen hatte. Die Beamtin zeigte den 33 Jahre alten Mann an. Jetzt musste er sich wieder einmal wegen Beleidigung vor Gericht verantworten. Er gestand, die obszönen Briefe geschrieben zu haben, und er entschuldigte sich dafür.
Strafrichter Harro Marschall von Bieberstein verurteilte ihn trotzdem zu einer Haftstrafe von zehn Monaten. Oberamtsanwalt Bernd Stahl hatte für den geständigen Angeklagten eine siebenmonatige Gefängnisstrafe beantragt. Der Verteidiger hatte für eine Bewährungsstrafe von nicht mehr als fünf Monaten plädiert.
Der Mann, ein gelernter Bürokaufmann, ist bereits 15 Mal vorbestraft, derzeit verbüßt er eine Haftstrafe in der Butzbacher JVA. Im Mai dieses Jahres war er in die Limburger JVA eingeliefert worden – wegen Beleidigung. Hier lernte er die attraktive JVA-Beamtin kennen, er schrieb ihr Briefe. Zwei überreichte er ihr – über den pornographischen Inhalt war die Frau wenig erfreut.
«Das alles habe ich geschrieben. Ich stehe dazu und möchte nicht, dass die Frau vernommen wird», sagte der 33-Jährige vor Gericht. Warum er die Briefe geschrieben habe, wollte Marschall von Bieberstein wissen. «Ich finde sie so reizend, sie hat eine schöne Ausstrahlung», sagte der Mann. Er selbst sei ein eher verklemmter Typ. Und: «Ich habe mich wohl nicht so ganz geschickt ausgedrückt.» Er sei einfach verrückt nach Liebe und körperlicher Nähe gewesen, sagte der Angeklagte.
Der Justizbeamtin war das nicht geheuer. «Ich habe Angst vor dem Mann. Angst, wenn er entlassen wird, denn ich glaube, er wird mir nachstellen», sagte sie vor Gericht. Und sie berichtete von einem ersten Brief mit «humanem» Inhalt. Danach habe sie sich verbeten, mit Briefen solcher Art belästigt zu werden. Der Angeklagte habe sich entschuldigt, und deshalb sei die Angelegenheit für sie eigentlich erledigt gewesen. Doch dann folgten die zwei Briefe, in denen die Vulgärsprache Oberhand gewonnen hatte. Die Beamtin zeigte ihn an, der Mann wurde in eine andere Haftanstalt verlegt.
Beleidigung per SMS
Es war nicht das erste Mal, dass der Mann Frauen beleidigte. Zuletzt wurde er vom Amtsgericht in Gießen wegen Beleidigungen, die er einer Verkäuferin eines Warenhauses per SMS übermittelt hatte, zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. «Sie haben alle Grenzen überschritten. Keine Frau muss solche Beleidigungen erdulden», sagte Marschall von Bieberstein. Sich zu verlieben sei eine Sache. Die andere Sache sei, die Ablehnung zu akzeptieren. Die Frau habe die Briefe als bedrohlich und beängstigend empfunden.
Quelle: fnp.de
Sonntag, 2.Jan.2010 Erotik Party im EFA Dreamland
Silvester-Freitag, den 31.12.2010 & Neujahrs-Samstag,den 1.01.2011 ist das EFA
Dreamland in Wettingen geschlossen.
Dafür feiern wir erstmals am Sonntag, den 2. Januar 2011, unsere erste EFA
Dreamland Erotik Party im Neuen Jahr. Wir möchten Sie zu diesem Anlass gerne
einladen und Sie mit Unterhaltung, Speis und Trank, verwöhnen!
Party Beginn ab 14.00 Uhr
Party Ende ca 21.30 Uhr
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Swinger Paar Eintrittspreis (m/w) CHF 50.-
Single Damen Eintrittspreis CHF 20.-
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Single Herren “Nur-Aufenthalt” bis 3 Stunden CHF 120.-
Single Herren “Nur-Aufenthalt” mehr als 3 Std. CHF 150.-
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Single Herren mit “Nur-Aufenthalt” Eintritt steht es selbstverständlich frei,
Einladungen von anwesenden Swinger-Gästen für gemeinsame Erlebnisse zu folgen.
Kostenlose erotische Kontakte mit anwesenden Single-Damen sind allerdings im
“Nur-Aufenthalt” nicht enthalten. Zuzahlungen dafür sind aber jederzeit möglich.
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Single Herr “All Include” Angebot, -1 Stunde* CHF 120.-
Single Herr “All Include” Angebot, -2 Stunden* CHF 200.-
Single Herr “All Include” Angebot, -5 Stunden* CHF 300.-
—
Im “all Include” Angebot inbegriffen sind Eintrittspreis, Getränke, Snacks,
Duschtücher, Hygieneartikel sowie pro Stunde Anwesenheit etwa 15-20 Minuten
persönlicher erotischer Betreuung durch eine Unterhalterin. Selbstverständlich
können EFA “all Include” Gäste auch Einladungen von evtl. anwesenden
Swinger-Paaren für gemeinsame erotische Erlebnisse Folge leisten!
* 1 + 2 Stunden “all Include” Eintrittsformen sind nur dann möglich, wenn
genügend Unterhalterinnen im EFA anwesend sind.
—
EFA Dreamland Freizeit Club
Landstrasse 55
5430 Wettingen
Liegenschaft “RIO Getränkemarkt”, Eingang hinten, Zugang über Rampe ins 1.UG.
Parkplätze ums Haus und im näheren Umfeld, ein Plan ist auf unserer Website auf
der Seite EFA AKTUELL!
Quelle: efa.ch
„Kann ich mit Ihnen schlafen?“
Für sein Buch über die sexuelle Revolution recherchierte Gay Talese neun Jahre lang in Sexkommunen, Pornokinos und Massagesalons – als teilnehmender Beobachter

Nach Alex Comfort sprachen Al Goldstein, der Verleger von Screw, und Nat Lehrman, der Mitherausgeber des Playboy, bevor ein Schriftsteller aus New York das Podium betrat, dessen Name Gay Talese war und der über seine Recherchen für ein Buch über Sex in Amerika berichtete, das bei dem Verlag Doubleday & Company erscheinen sollte.
Talese, ein schlanker Mann von 43 Jahren mit dunklen Augen und braunem Haar, das langsam ergraute, war für viele im Raum kein Fremder mehr. Es war schon bei verschiedenen Gelegenheiten in Sandstone gewesen, auch im „Ballsaal“, und sein Buch, das im Entstehen war, hatte bereits eine unglaubliche Publicity in zahlreichen Zeitungen und Magazinen bekommen. Mit ironischem Unterton wurde in Artikeln von seinen journalistischen Praktiken als „teilnehmender Beobachter“ in der Welt der Erotik berichtet, von seiner Vorliebe für Massagesalons, von seinen Nachmittagen in dunklen Pornokinos und seiner Vertrautheit mit Swinger-Clubs im ganzen Land und implizit angedeutet, dass dies nur ein geschicktes Manöver seinerseits war, seinen fleischlichen Lüsten nachzugeben und seine Frau zu betrügen und dies mit dem Mäntelchen der sexuellen „Recherche“ zu behängen.
Diesem Image eines sinnenfreudigen Abenteurers hatte Talese nie ausdrücklich widersprochen, in der Annahme, dass ein solcher Widerspruch ihm als Rechtfertigungsversuch ausgelegt werden würde, zu dem er sich eigentlich nicht genötigt sah, oder man ihn als einen der üblichen Heuchler bezeichnete, die so lange für die Pressefreiheit eintraten, wie es um ihr Recht auf pornographische Lektüre ging, um sie just in dem Augenblick einzuschränken, wenn sie selbst ins Visier der Presse gerieten. Und so versuchte er klarzustellen, dass seine vermeintlich idyllischen Arbeitsbedingungen so berauschend, wie viele Leute offensichtlich dachten, gar nicht waren. Und was ihn am meisten irritierte, war die Tatsache, dass er nach drei Jahren Recherche und unzähligen Stunden des Grübelns an der Schreibmaschine noch kein einziges Wort zu Papier gebracht hatte und noch nicht einmal wusste, wie er das Buch beginnen lassen oder das Material gliedern sollte. Oder ob das, was er über Sex zu schreiben gedachte, nicht schon in Dutzenden von kürzlich erschienenen Büchern von Eheberatern, Sozialgeschichtlern und prominenten Talkshow-Gästen abgehandelt worden war.
Seriöses Vorhaben
Dabei war Talese in letzter Zeit häufig selbst in Talkshows aufgetreten, nachdem ein Journalist ihn in New York als Geschäftsführer eines Massagesalons aufgespürt und einen entsprechend süffisanten Artikel darüber verfasst hatte. Dem daraus entstandenen falschen Eindruck versuchte Talese im Fernsehen entgegenzutreten, indem er die Seriosität seines literarischen Vorhabens, wenn auch manchmal zu verbissen, betonte. Auch seine Rede in Sandstone galt diesem Ziel. Er wollte sich dem Publikum ohne jegliche Selbstbeweihräucherung als pflichtbewusster Rechercheur und Schriftsteller präsentieren, der im Augenblick – ungeachtet persönlicher Verstrickungen und Laster – an seinem wichtigsten Werk arbeitete. Darin wollte er die Menschen und Ereignisse schildern, die in den letzten Jahrzehnten die Neudefinition der Sexualmoral in Amerika entscheidend beeinflusst hatten.
Nachdem Talese den Zuhörern von Martin Zitter, einem jungen Stabsmitglied von Sandstone und einer der wenigen Nackten im Raum, vorgestellt worden war, stand er auf und betrat mit seinem vorbereiteten Text das Podium:
Diese Nation wird langsam, aber sicher von einer lautlosen Revolution der Sinne überrollt, in der alte Konventionen ihre Gültigkeit verlieren. Sogar in der Mittelschicht, auf die sich meine Recherchen konzentrieren, ist eine zunehmende Toleranz für die Darstellung von Sexualität in Literatur und Film zu spüren, ein größeres Verständnis für das, was in den Schlafzimmern bisher als „pervers“ gegolten hat – als da sind: Spiegel an den Wänden, farbiges Licht und Kerzen, Vibratoren neben dem Bett, Satinbettwäsche, Pornofilmkassetten, oraler Sex und viele andere Aktivitäten, die das Gesetz in gewissen Staaten nach wie vor als „Sodomie“ verurteilt. Der Erfolg von The Joy of Sex, ein Buch, das vor ein paar Jahren noch als ‚Schmutz und Schund‘ verdammt worden wäre, ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Durchschnittsbürger, was erotische Schilderungen anbelangt, weniger zimperlich geworden ist.
Talese nickte Dr. Comfort zu, dem Verfasser des erwähnten Werkes, der in seiner Nähe saß.
Von diesem Buch sind bis heute 700.000 Exemplare verkauft worden, auch in der Provinz, obwohl darin Zeichnungen von nackten Paaren zu sehen sind, die den Geschlechtsakt in jeder nur denkbaren Stellung zeigen und nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig lassen.
Auf ganz gesitteten Dinnerpartys hört man jetzt Leute, die über die intimsten Aspekte ihres Privatlebens auf eine Weise diskutieren, wie es in den sechziger Jahren gesellschaftlich noch unmöglich gewesen wäre. Homosexuellenbars sind nicht länger Zielscheibe von Polizeirazzien, seit sich die Homosexuellen als Bewegung organisiert haben. Und die meisten Eltern der Mittelklasse haben sich mit der Tatsache ab gefunden, dass ihre Kinder am College vorehelichen Sex in ihren Wohnungen oder sogar Studentenheimen haben. Und auch wenn ich es nicht beweisen kann, so wage ich dennoch die Behauptung, dass mittlerweile mehr Ehemänner als je zuvor in der amerikanischen Geschichte mit der Gewissheit leben können, dass ihre Frauen nicht jungfräulich in die Ehe getreten sind und, dass sie gelegentlich eine außereheliche Affäre hatten oder haben. Wobei ich nicht behaupte, dass diese Ehemänner darüber begeistert sind, sondern lediglich feststelle, dass der Ehemann der heutigen Zeit, im Gegensatz zu seinem Vater oder Großvater, über eine solche Enthüllung nicht völlig am Boden zerstört und entehrt ist, sondern eher geneigt, Frauen als sexuelle Wesen zu akzeptieren und nur in Extremfällen Zuflucht suchen wird zu Gewalt gegen die Frau oder den Rivalen …
Im Gegensatz zu den meisten im Publikum, die 20 bis 30 Jahre jünger waren als er, konnte sich Talese sehr lebhaft an die rigiden Moralvorstellungen der dreißiger und vierziger Jahre erinnern, wie sie damals vor allem in den Provinzstädten herrschten. Er war in einer konservativen Gemeinde im Süden von New Jersey geboren und aufgewachsen, wo sogar jetzt noch, in den siebziger Jahren, der Verkauf von alkoholischen Getränken verboten war. Als ehemaliger Ministrant erinnerte er sich an die düsteren Prophezeiungen des Priesters, der seinen Pfarrkindern bei der sonntäglichen Messe die Strafe des Himmels androhte, wenn sie ein Buch lasen, das auf dem Index stand, oder sich einen der Filme ansahen, die von der „Legion of Decency“ mit einem Bann belegt waren. In der Pfarrschule wurden er und seine Klassenkameraden ermahnt, nachts auf dem Rücken zu schlafen – die Arme über der Brust gekreuzt und die Hände auf den Schultern. Eine vermeintlich heilige Position, die in Wirklichkeit dazu dienen sollte, Masturbation unmöglich zu machen. Talese war bereits das zweite Jahr auf dem College, bevor er zum ersten Mal onanierte, allerdings nicht mit dem Bild einer Schönheit aus einem der Männermagazine, die er sich nicht zu kaufen traute, sondern erregt von den Gedanken an eine Studentin, mit der er damals flirtete.
Und plötzlich, Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre, schien es ihm, als tauchten die Herrenmagazine aus ihren Verstecken unter dem Ladentisch auf und wurden frei verkauft. Erotische Romane waren nicht länger geächtet, der nackte Körper hielt Einzug im Hollywood-Film. Diese Veränderung machte sich nicht nur in den Großstädten bemerkbar, in denen er als freiberuflicher Journalist oft zu tun hatte, sondern auch in konservativen Gemeinden, zu denen seine Heimatstadt zählte, der er regelmäßig einen Besuch abstattete. Und im Jahre 1971, als er mit den Recherchen für sein neues Buch begann, wurde er gewahr, dass die Amerikaner allem Sexuellen gegenüber aufgeschlossener wurden, dass der Konsum erotischer Artikel immer weiter anstieg. Er spürte die stille Rebellion unter den Angehörigen der Mittelklasse gegen staatliche Zensur und kirchliche Bevormundung, die seit der Gründung der puritanischen Republik ihre repressive Wirkung entfaltet hatten.
Er las Kommentare über Sittengesetze, verfolgte Obszönitätsprozesse, interviewte die Verleger von Screw und ähnlichen Zeitschriften und begann seine persönliche Odyssee in die Welt des Sex damit, Massagesalons aufzusuchen und dort regelmäßiger Kunde zu werden.
Als er in New York zum ersten Mal einen Massagesalon entdeckte, befand er sich mit seiner Frau auf dem Heimweg von P. J. Clark’s Tavern. Über einem Fenster im dritten Stock eines Gebäudes an der Lexington Avenue flackerten rote Neonbuchstaben. „Nacktmodelle“, hieß es da. Er war erstaunt, dass ein derartiges Etablissement so öffentlich zu werben wagte.
Er kam allein zurück
Am nächsten Mittag kam er allein zurück, stieg die drei Treppen hoch und betrat durch einen verhängten Eingang einen Raum, der wie das Wohnzimmer eines alten, heruntergekommenen Hauses aussah. Der Perserteppich war verblichen und abgetreten. Sofas, Tische und Stehlampen stammten offensichtlich vom Trödler, und die stillen Männer mittleren Alters, die wie Patienten beim Zahnarzt auf ihre „Behandlung“ warteten, schienen sich nicht auf die Zeitungen in ihren Händen konzentrieren zu können.
Talese trat an den Tisch des Managers, hinter dem ein junger Mann in Bluejeans saß, der ihm erklärte, dass eine Behandlung von einer halben Stunde 18 Dollar kostete und er sich seine Masseuse anhand des halben Dutzend Fotos aussuchen konnte, die er nun vor Talese ausbreitete. Talese suchte sich eine nett aussehende Blondine mit dem Namen June aus, die im Bikini an einem tropischen Strand posierte, und nachdem er zwanzig Minuten gewartet und sich seine Zeit mit der Newsweek und der Beobachtung lautloser Auftritte und Abgänge anderer Männer vertrieben hatte – die meisten waren in seinem Alter oder älter, trugen Anzug und Krawatte, Geschäftsleute während der Mittagspause, wie er annahm –, winkte der Manager ihm zu. Als Talese sich erhob, sah er ein blondes Geschöpf mit Sommersprossen, das wenig Ähnlichkeit mit dem Foto hatte, vielleicht sogar nicht einmal dieselbe Person, trotzdem aber attraktiv war, im Korridor stehen und auf ihn warten. Sie war schlank und hatte einen leichten Silberblick. Sie trug einen rosa Wickelrock, ein gelbes T-Shirt und hatte Sandalen an den Füßen. Mit einem Frottiertuch über dem Arm führte sie ihn den Gang entlang zu Zimmer Nr. 5.
Mit deutlichem Südstaatenakzent erzählte sie, sie komme aus Alabama. Dort war Talese aufs College gegangen. Sie hörte kurz zu, als er von Alabama schwärmte, und wurde schnell ungeduldig. Dies war ein Geschäftstermin, erinnerte sie ihn, die Zeit lief bereits. Sie sagte, er sollte sich rasch ausziehen und auf den Tisch legen, über den sie das Tuch gebreitet hatte. Anschließend entkleidete sie sich und überraschte ihn mit einem wohlgeformten Körper, den er sehr aufregend fand.
„Öl oder Puder?“, fragte sie und trat an den Tisch.
Unsicher blickte er sich um. „Gibt es hier eine Dusche?“
„Nein.“
„Dann nehme ich lieber Puder, bitte.“
Sie griff nach einer Dose Babypuder, und schon spürte er, wie ihre weichen Hände Brust und Schultern massierten und hinunter zu seinem Bauch und seinen Schenkeln glitten. Er roch ihr Parfüm, spürte, wie seine Handflächen feucht und sein Penis steif wurde. Er schloss die Augen und hörte Seufzer aus den angrenzenden Räumen sowie den Straßenlärm von der Lexington Avenue – das Hupen der Autos, die Geräusche von anfahrenden Bussen, und er dachte an die Kunden und Verkäufer bei Bloomingdale’s und Alexander’s, den Kaufhäusern auf der anderen Straßenseite …
„Möchten Sie etwas Spezielles?“, fragte sie.
Er schlug die Augen auf und sah, dass sie seinen Penis betrachtete.
„Kann ich mit Ihnen schlafen?“, fragte er. Sie schüttelte den Kopf.
„Nein, das mach ich nicht. Französisch auch nicht. Nur mit der Hand.“
„Einverstanden.“
„Das kostet extra.“
„Wie viel?“
„15 Dollar.“
Zu viel, dachte er im Stillen. Doch in seinem erregten Zustand wollte er nicht lange feilschen. Also nickte er und beobachtete neugierig und voller Ungeduld, wie sie seine Lenden mit Puder bestäubte und sich anschickte, ihn zum Orgasmus zu massieren – wobei sie genau den Augenblick abpasste, an dem sie ein Kleenextuch aus der Schachtel neben sich reißen musste.
Manche Leute finden ein solches Erlebnis vielleicht erniedrigend oder deprimierend, doch Talese genoss die seltsame Unpersönlichkeit dieses Kontaktes und besuchte den Salon immer wieder, wobei er nicht nur die Dienste von June in Anspruch nahm, sondern auch die von den anderen Mädchen, und durch sie erfuhr er, dass dies nicht das einzige Etablissement dieser Art in New York war.
Den Rest des Jahres und das kommende Jahr 1972 besuchte er Dutzende solcher Etablissements so regelmäßig, dass er nicht nur die weiblichen Angestellten, sondern auch die jungen Manager und Besitzer näher kennen lernte. Einige hatten englische Literatur studiert oder Journalismus und kannten Taleses Artikel. Sie fanden es „cool“, dass er gleichzeitig Kunde war und über ihre Dienste berichtete. Sie nahmen seine Einladungen zum Essen an, ließen sich ausfragen und gestatteten ihm, ihre richtigen Namen zu erwähnen. Schließlich gaben sie ihm sogar die Möglichkeit, in ihrem Salon als Manager ohne Bezahlung zu arbeiten.
Ein Job im Secret Life Studio
Taleses erster Job war im Secret Life Studio im zweiten Stock des Gebäudes 132 East 26th Street Ecke Lexington Avenue. Etliche Wochen lang arbeitete er von zwölf Uhr mittags bis abends um sechs, den ganzen Frühling und Sommer hindurch. Er war verantwortlich fürs Abkassieren und unterhielt sich mit den wartenden Kunden, ohne dabei die Uhr aus den Augen zu lassen. Wenn nicht gerade Hochbetrieb herrschte, fragte Talese die Masseusen über ihre Kunden aus, was sie ihnen über ihr Privatleben, ihre Frustrationen, Wünsche und Fantasien erzählt hatten. Bald schon gelang es ihm, die Masseusen dazu zu überreden, Tagebuch für ihn zu führen, in dem jeder einzelne Gast genau beschrieben und festgehalten wurde, was hinter den geschlossenen Türen gesagt worden und geschehen war, und welche Gedanken der Masseuse selbst durch den Kopf gegangen waren, während sie die Wünsche ihres Kunden erfüllt hatte. Talese hatte ursprünglich die Absicht, eine fiktive Geschichte über einen Geschäftsmann mittleren Alters und ein Hippiemädchen vom College zu schreiben, die sich in einem Massagesalon begegnen, wo sie gegen Bezahlung seine erotischen Bedürfnisse befriedigt und von seinen Hemmungen finanziell profitiert, bis sie sich allmählich anfreunden und sie ihm hilft, seine Schuldgefühle und seine Verklemmtheit abzulegen. Aufgrund von Hunderten von Gesprächen mit männlichen Salonbesuchern und der Lektüre der Tagebücher bereitete es dem Autor wenig Schwierigkeiten, sich in diese Männer hineinzufühlen. Denn in mancher Hinsicht war er wie sie, und in den Aufzeichnungen der Masseusen fand er immer wieder Äußerungen, die von ihm stammen könnten.
Wie die meisten Männer hing Talese an seiner langjährigen Ehe, die er nicht aufgeben wollte. Er hatte zwar Affären gehabt, doch nie daran gedacht, seine Frau wegen einer anderen zu verlassen, auch wenn er einige von ihnen bewunderte und selbst nach dem Ende ihrer Affäre eine freundschaftliche Beziehung mit ihnen aufrecht erhielt. Prostituierte hatten ihn nie gereizt, zumal die Mädchen vom Straßenstrich gewöhnlich sehr wenig Bildung, dafür aber jede Menge Drogenprobleme hatten und selten attraktiv aussahen. Aber sich von einer attraktiven Masseuse befriedigen zu lassen, von einer Frau, mit der man sich auch über etwas anderes als Sex unterhalten konnte, war etwas ganz anderes.
Der Großteil der Stammgäste fand Onanieren in der Einsamkeit der eigenen vier Wände deprimierend. Die Gegenwart einer Frau, mit der man kommunizieren konnte, und die einem, wenn schon nicht Liebe, so doch wenigstens Verständnis entgegenbrachte, empfanden sie ebenso wie Talese als wohltuend und angenehm. Und im Laufe der Monate betrachtete er die Masseusen zunehmend als eine Art Sexualtherapeutinnen, die lediglich keine Lizenz dafür hatten. Ebenso wie Tausende von Menschen jeden Tag Psychotherapeuten dafür bezahlten, dass sie ihnen zuhörten, bezahlten die Besucher der Massagesalons dafür, dass man sie berührte.
Und wenn der Großteil seiner Geschlechtsgenossen so empfand wie er – seine Gespräche mit ihnen und die Tagebücher brachten ihn zu dieser Überzeugung –, dann schränkten ihre sexuellen Aktivitäten mit einer Masseuse ihre Leidenschaft für ihre Ehefrauen nicht im Geringsten ein. Tatsächlich erzählten viele, sie hätten am Abend nach einer Massage sogar mehr Lust auf ihre Frau. Offensichtlich aktivierten die Masseusen die sexuellen Triebkräfte älterer Herren, gaben ihnen Selbstvertrauen, spornten ihren Eifer an, die Gattin im Bett und außerhalb zufrieden zustellen.
Während der Monate, die Talese hinter seinem Pult im Secret Life Studio stand und später als Manager des Middle East Salons an der 51st Street, passierte es kein einziges Mal, dass eine Frau anrief und fragte, ob auch junge männliche Masseure für Frauen zur Verfügung stünden. Was nicht daran liegen konnte, dass sich Frauen nicht über die Existenz von Massagesalons im Klaren waren, denn in Taxis and Hauswänden und Plakatflächen klebten überall Werbezettel für verschiedene Massagesalons und die Anzeigen in der New York Post und der Village Voice verhießen sinnliche Befriedigung für Männer und Frauen. Talese war davon überzeugt, dass es in New York zahllose Frauen geben musste – Witwen, alte Jungfern, sexuell emanzipierte Angestellte mittleren Alters –, die eine Massage mit allen erotischen Delikatessen einschließlich oralem Sex in einem gepflegten Ambiente durchaus begrüßen würden. Aber die Salonbesitzer, die Talese daraufhin ansprach, versicherten ihm, dass es dafür keinen Markt gab. Mit viel Reklame war ein einschlägiger Salon in einem guten Hotel an der East Side eröffnet worden, dem es jedoch nicht gelungen war, genügend Kundinnen für seine jungen Masseure anzulocken, und bald musste er wieder schließen. Frauen waren offensichtlich nicht bereit, solche Dienste gegen Geld in Anspruch zu nehmen. Frauen waren gewillt, Männer dafür zu bezahlen, dass sie ihnen die Haare wuschen, ihre Kleider entwarfen, ihre kranke Psyche behandelten oder ihnen halfen ihren Bauch loszuwerden – aber nicht für manuelle Stimulation, Cunnilingus oder einen Koitus.
Quelle: freitag.de
Handtasche einer Prostituierten geraubt
In Olten wurde einer Prostituierten die Handtasche geraubt, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilt. Die Täter konnten nicht gefasst werden.
Freitagnacht wurde an der Industriestrasse in Olten eine Prostituierte durch zwei unbekannte Männer angesprochen. In der Folge entriss ihr einer dieser Männer die Handtasche, so die Kantonspolizei Solothurn. Anschliessend flüchteten die Täter mit der geraubten Tasche in Richtung Winznau.
Die Polizei sucht nach den Tätern und weiteren Hinweisen. Beide Täter waren circa 18 Jahre alt und 180cm gross. Einer trug eine graue Wollmütze, dunkelrote Jacke mit weissen Ärmeln und dunkle Jeans. Er sprach schweizerdeutsch und hat «gelispelt», teilt die Polizei mit.
Hinweise an die Kantonspolizei Solothurn in Olten: 062 311’80’80.
Quelle: bernerzeitung.ch
























