Archiv für Oktober 2010
KERSTIN (19) WOLLTE NICHT MEHR: Hure auf Straßenstrich geprügelt

Kerstin (19) wurde auf den Straßenstrich geprügelt. Am Freitag begann der Prozess gegen ihre Peiniger. Foto: Tekken
Jetzt stand ihr Peiniger vor Gericht. Wenige Wochen war Kerstin (19, Name geändert) im Rotlichtmilieu unterwegs, als Oliver H. die Prostituierte laut Anklage im Sommer 2009 in einem Bordell in Kaarst „in einem Keller eingesperrt, körperlich und sexuell misshandelt“ hat.
Dann wurde sie gezwungen, auf der Geestemünder Straße zu stehen. In einer Nacht im Dezember kam sie auf 280 Euro. Das reichte dem Zuhälter anscheinend nicht. Er nahm ein Kabel, peitschte aufs Gesäß seines Opfers ein.
Kerstin vertraute sich am Strich einem Polizisten an. Der brachte sie zum Arzt und schrieb eine Anzeige. Vor Gericht gab der Angeklagte die Prügel zu, nicht aber, Kerstin zur Prostitution gezwungen zu haben.
Quelle: express.de
Babysitter 01
| Diese Damen brauchen dringend ein ganz wenig extra Kohle und nehmen einen Babysitter Job nach dem anderen an. Da kanns schon mal passieren das der eine oder andere Hausherr geil auf die Schlampen ist und sie auch direkt vernascht Zum Video | |
| Schauspieler: k.A. | |
| DVD-Dauer: 81:35 | |
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Hat Prostituierte Kollegin fast zu Tode gewürgt?
SELM. Dass im Rotlicht-Milieu ein rauer Wind weht, ist bekannt. Dass sich jedoch die Damen gegenseitig an die Wäsche gehen, erleben auch die Richter mit der größten Berufserfahrung selten bis nie. Vor dem Landgericht Dortmund muss sich jetzt eine Prostituierte (41) aus Selm verantworten.

Es geht um drei ziemlich brutale Übergriffe auf Kolleginnen. Die 41-Jährige hat in ihrem Leben sicherlich weit mehr Tiefen als Höhen erlebt.
Mit 16 landete sie auf dem Strich, litt die folgenden zwei Jahrzehnte unter dem knallharten Regime eines Zuhälters und kann bis heute nicht vom Milieu lassen. Ende vergangenen Jahres soll sie in einem „Club“ in Selm eine andere Prostituierte angegriffen, geschlagen und gekratzt haben.
„Die ging wie eine Irre auf mich los“, erinnerte sich das Opfer gestern als Zeugin. „Wenn sie getrunken hatte, war sie einfach nicht zu halten.“ Bei dem Streit handelte es sich ganz offensichtlich um einen Zicken-Krieg der klassischen Art.
Die Angeklagte soll über eine Kollegin aus Litauen gelästert haben. Das wiederum passte einer anderen Kollegin nicht, die deshalb dazwischen ging. „Ich kann es nicht leiden, wenn man über andere Menschen lacht“, sagte die Zeugin.
Angriffe zugegeben
Die Selmerin hat diesen und zwei weitere Angriffe auf andere Prostituierte im Prozess weitgehend zugegeben. Unklar ist nur, wie heftig die Attacken waren. Während die Staatsanwaltschaft in einem Fall sogar davon ausgeht, dass die 41-Jährige das Opfer fast zu Tode gewürgt hat, behauptet die Angeklagte: „Ich habe nur ein bisschen an ihrem Hals gedrückt. Das war nicht lange, nur ein paar Sekunden.“
An den Grund für diesen heftigen Angriff in einem Saunaclub in Hamm kann sich die Selmerin angeblich gar nicht mehr erinnern. Sie will zuvor mit einem Gast vier Flaschen Sekt (Preis: 800 Euro) getrunken haben und mit ihm anschließend zwei Stunden auf dem Zimmer verbracht haben.
Quelle: stimberg-zeitung.de
Leben wir in einer Porno-Gesellschaft?
Köln. Zwei Drittel der Teenager schauen Pornos. Der freie Zugang im Internet zu Sex-Szenen jeglicher Art bereitet Jugendschützern große Sorgen. „Das Thema Pornografie muss Pflicht werden in der Lehrerausbildung“, fordert ein Sexualwissenschaftler.
Auf den Schulhöfen tauschen Jugendliche munter Porno-Videos über ihre Handys aus. Immer häufiger ist die Rede von wilden Orgien unter Teenagern. Und im Internet landen Minderjährige mit wenigen Klicks auf Erotik-Portalen, die sämtliche Fantasien bedienen – inklusive Sado-Maso und Gewalt-Sex. Leben wir in einer Porno-Gesellschaft? Mit diesem Thema beschäftigt sich eine dreitägige Konferenz der Fachhochschule Köln.
Vor allem der freie Zugang zu Pornografie im Internet bereitet Sexualwissenschaftlern, Medienwächtern, aber auch der kommerziellen Sex-Industrie große Sorgen. „Das ist für den Jugendschutz ein riesiges Problem“, erklärt Joachim von Gottberg (Geschäftsführer der „Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen“). Das Fernsehen könne man sehr einfach kontrollieren, aber nur einen Klick weiter fallen im Netz alle Grenzen.
Umfassende, kritische Aufklärung der Jugendlichen
Von Gottberg diskutierte am Freitag in einem Streitgespräch an der FH Köln mit Marthe Kniep (Leiterin des Dr. Sommer Teams der Jugendzeitung Bravo, Myrthe Hilkens (Autorin des Bestsellers „McSex“), Andreas Fischer (Geschäftsführer „Beate Uhse TV“) und Sexualwissenschaftler Uwe Siegert über die „Pornografisierung von Gesellschaft“. Schnell waren sich die Experten einig, dass sich die aktuelle Entwicklung auch in der medienpädagogischen Erziehung widerspiegeln müsse: „Eine Gesellschaft, die Pornografie umarmt und toleriert, verpflichtet sich selbst zur Sexualisierung in der Erziehung“, betont die niederländische Autorin Myrthe Hilkens.
Sexualwissenschaftler Uwe Siegert geht noch einen Schritt weiter. „Das Thema Pornografie sollte Pflicht in Seminaren zur Lehrerausbildung werden.“ Die Erzieher müssten „porno-kompetent“ sein, um in der Schule mit einer pädagogischen Gelassenheit eine umfassende, kritische Aufklärung zu leisten.
Mythenwirkung durch Pornos
Erst durch den offenen Umgang mit dem Thema können Mythen zerstört oder Missverständnisse aus der Welt geräumt werden. „Junge Mädchen haben heutzutage bereits so viele Bilder von Sexualität vor Augen, dass sie sich gar nicht mehr auf ihre Intuition verlassen“, erzählt Marthe Kniep aus den Erfahrungen des Dr. Sommer Teams. „Stattdessen sind sie enttäuscht, wenn der Junge nicht der Mythenwirkung aus einem Porno gerecht wird. Zudem wird die Missionarsstellung, ohne sie nur einmal ausprobiert zu haben, bereits als langweilig empfunden.“ Die Selbstentdeckung der Sexualität dürfe nicht durch die Pornofizierung der Gesellschaft gefährdet werden, unterstreicht Marthe Kniep. Denn die Neugier unter den Jugendlichen ist groß. Laut einer Studie der Bravo haben zwei Drittel der 11- bis 17-Jährigen schon Pornos gesehen – bei den 11- bis 13-Jährigen ist es ein Viertel.
„Die Jugend ist natürlich kein Zielpublikum für uns – unsere Kunden sind in der Regel mindestens 25 Jahre alt“, erklärt Andreas Fischer, Geschäftsführer von „Beate Uhse TV“. Gleichwohl steht die kommerzielle Erotik-Branche vor einer ungewissen Zukunft: Durch die freie Verfügbarkeit von Pornos im Netz sei der DVD-Umsatz drastisch eingebrochen, erläutert Fischer sichtlich frustriert. Der Sexartikel-Konzern Beate Uhse erwartet einen operativen Verlust von 6,5 bis 8 Millionen Euro für 2010.
„Humorlose Feministin mit Achselhaaren“
Der Chef von „Beate Uhse TV“ geht noch einen Schritt weiter: „Durch die Verlagerung ins Internet ist die deutsche Porno-Industrie tot“, so Fischer. Zudem gebe es keine deutschen Porno-Stars mehr: „Jana Bach und Leonie Saint drehen nicht mehr – und Dolly Buster hat schon viele Jahre keinen Film mehr gemacht“, bedauert der Erotik-Experte.
Ein Grund für das mangelnde Interesse von weiblichen Zuschauern an Pornos ist unter anderem die Darstellung der Frauen in den Filmen: „Der Mann bekommt stets, was er will, während die Frau nur eine untergeordnete Rolle spielt“, beschwert sich Myrthe Hilkens. Allerdings sei es schwierig dieses Thema überhaupt anzusprechen, ohne gleich als „humorlose Feministin mit Achselhaaren“ bezeichnet zu werden. Und wie stellen sich Frauen den idealen Film-Sex vor? Laut einer Umfrage kommt die Sex-Szene in einer Kutsche zwischen Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in dem Film Titanic der Idealvorstellung sehr nahe.
Letztlich wundert sich die McSex-Autorin, dass nicht auch Männer den Aufstand proben: „Die wirken in den meisten Pornos doch alle wie Affen.“ Letztlich fordert die Niederländerin einen wesentlich offeneren Diskurs über das Thema Pornografie in der Gesellschaft. „Die sexuelle Revolution ist nicht gescheitert – aber sie ist unvollendet“, lautet das Fazit von Myrthe Hilkens.
Quelle: derwesten.de
Black Panty Chronicles 05
| schamloser geht´s wohl kaum, die Mädchen lassen es hier richtig krachen, rasch ist klar die Lustspender ihrer Stecher gehören in Wirklichkeit denn Ludern, das soll aber nicht zum Nachteil der Herren sein, denn die bekommen auch bestimmt einen geblasen. aber auch untereinander können sich die Damen ohne weiteres wechselseitig einen Höhepunkt nach den anderen bescheren! Zum Video
Darsteller: k.A. |
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| Dieses Babe begehrt es fast bröselnackt im Garten rum zulaufen, da kann man es ihren Hausfreund nicht verübeln das er oft mit einem harten durch die Nachbarschaft läuft. aber das macht überhaupt nichts, da braucht sie nur mal an der Hose anziehen und schon hat sie seinen Lümmel im Maul. | |
Babysitter 19
| Hauptdarsteller: k.A. Dauer: 78:36 Junges Gemüse, das sich ein bisschen Geld dazuverdienen will, muss schon mehr leisten als auf ein kleines Kind aufzupassen. Da kann schon mal ein nackter Schwanz in ihren Mund springen und sie richtig bereitwillig durchrammeln, bis der Saft nur so rausspritzt. Die Frauen sind willig und es machen sie zu vögeln ist einfach hot. Mehr |
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| Vorschau: Das Sexritual | |
Mutter und Freundin ‘arbeiteten’ in derselben Wohnung
Diese Situation ist selbst im Rotlichtmilieu ziemlich ungewöhnlich. Ein Ungar hatte seine deutsche Freundin von Ingolstadt nach Innsbruck gebracht, um sie hier als Prostituierte anschaffen zu lassen. Dabei “arbeiteten” die Freundin und die Mutter des Ungarn in derselben Wohnung. Jetzt fasste er wegen Zuhälterei eine Haftstrafe aus.
Wenn man den Worten von Julius W. (28) glaubt, dann war es seine deutsche Freundin Claudia, die auf die Idee gekommen war, in Innsbruck auf den Strich zu gehen. Er war ihr nur “behilflich”. So weit, dass die Freundin in denselben Innsbrucker Wohnungen die Prostitution ausübte, in denen die Mutter von Julius schon länger aktiv ist.
Ziemlich konträr sieht Freundin Claudia, die der Prostitution schon in der Vergangenheit als Freundin von Julius nachgegangen war, die Situation: “Ich hatte mich schon vor Jahren von ihm getrennt und mit der Arbeit am Strich aufgehört. Als ich ihn vergangenes Jahr wiedertraf, kamen wir wieder zusammen.”
Schließlich beschloss das Paar, nach Innsbruck zu übersiedeln. Und Claudia landete prompt wieder auf dem Strich. “Ich habe es nur gemacht, weil ich Julius liebte und glaubte, wir beide würden uns etwas schaffen”, sagte sie vor Gericht unter Tränen. Als sie aber feststellen musste, dass er das meiste Geld (laut Claudia mehr als 60.000 Euro in drei Monaten) für sich verbrauchte, machte sie erneut Schluss und zeigte einen Monat später Julius an.
Angeklagter nahm Urteil sofort an
Für Richter Norbert Hofer war klar: Julius W. ist zwar keine wirklich große Nummer in der Rotlicht-Szene, aber er hatte alles organisiert und kassiert – also Zuhälterei. Die 12 Monate Haft (acht davon bedingt) nahm der Angeklagte auf der Stelle an.
Quelle: krone.at
Dreister Bankräuber (21) verjubelt Beute mit Huren
München – Die Zeitungen nannten ihn den “dreistesten Bankräuber” Münchens. Nun steht Sekria R. (21) vor Gericht. Die Beute hatte er mit Prostituierten und Alkohol durchgebracht.
Sein Gesicht hat er in seinen Händen vergraben. Er weint, muss zwischendurch immer wieder schnäuzen, während er vor dem Münchner Landgericht davon berichtet, wie er die Beute aus drei Banküberfällen verjubelt hat. Wie er sich die Callgirls in ein Londoner Hotel bestellte. Wie er in Kabul Prostituierte buchte. Wie er es mit Mengen an Alkohol so richtig krachen ließ.
Drei Geldinstitute in München hat der 21 Jahre alte Afghane Sekria R. zwischen dem 20. Februar und dem 1. April dieses Jahres überfallen: eine Bank am Marienplatz, eine am Hauptbahnhof direkt neben der Polizei-Inspektion und eine weitere in der Nähe des Hauptbahnhofs – als es dort wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe von Polizisten nur so wimmelte. „Münchens dreistester Bankräuber“, titelten Zeitungen damals.
Mitte April fasste ein Spezialkommando Sekria R. in Percha bei Starnberg. Ein Fahndungsfoto, aufgenommen von einer Videokamera, überführte den Flüchtigen. Von seiner Beute aus den Überfällen, insgesamt 40 500 Euro, hatte er da nichts mehr. Angeblich, das sagt Verteidiger Bernhard Fricke, sei seinem Mandanten ein Großteil des Geldes gestohlen worden.
Nach seinem letzten Banküberfall, bei dem Sekria R. allein 36 500 Euro erbeutet hatte, verließ er das Land. Er flog nach London, checkte in einem Luxushotel ein und ließ sich Callgirls aufs Zimmer kommen. Dann jettete er weiter nach Kabul, wo er und seine Cousins Abend für Abend mit Huren verbrachten. Sie tranken und ließen es sich so lange gut gehen, bis Sekria R. sich langweilte. Er kehrte zurück nach Deutschland. Kurz darauf schlug das SEK zu.
Quelle: merkur-online.de
Mutter hilft, Bordellbetrieb aufrecht zu halten
Villingen-Schwenningen (kib). Wegen Beihilfe zur Zuhälterei und zum Menschenhandel muss sich eine 54-jährige gebürtige Rumänin seit gestern vor dem Villinger Amtsgericht verantworten. Sie soll 2007 zusammen mit einer bereits verurteilten Frau eine Immobilie an der Vockenhauser Straße in Villingen erworben haben, um das Bordell “Laufhaus” zu etablieren.
Der Betrieb wurde von der Türstehervereinigung “United Tribunes” geführt, einer Zuhälterbande, die wegen Zwangsprostitution und Misshandlung von Frauen bei einer Großrazzia im Juni 2009 festgenommen wurde. Fünf Männer wurden nach einer Prozessabsprache am Landgericht Konstanz zu Freiheitsstrafen verurteilt. Der Anführer hatte sich ins Ausland absetzen können.
Unter den Verurteilten war auch der Sohn der 54-Jährigen, die gestern in Villingen auf der Anklagebank saß. Über ihn soll die Frau ständig Kontakt zu der Zuhälterbande gehabt und Anweisungen erhalten haben. Unter anderem soll sie Frauen in Rumänien angeworben haben, die im “Laufhaus” und dem “La Notte” in Schwenningen als Prostituierte eingesetzt wurden. Darüber hinaus sei die 54-Jährige, so lautet die Anklage, für die “Betreuung” der Frauen und die Abnahme der Einnahmen zuständig gewesen.
Der Versuch der Prozessbeteiligten, sich zu einigen, scheiterte an unterschiedlichen Vorstellungen über das Strafmaß. Richter Christian Bäumler stellte eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung in Aussicht. Die beiden Verteidiger hingegen sehen die Chance für einen Freispruch. Einzelne Vorwürfe, die in der Anklageschrift aufgeführt sind, seien im Hauptverfahren gegen die fünf Täter nämlich gar nicht belegt worden, argumentierten sie. Die Staatsanwaltschaft hingegen sieht eine deutliche Tatbeteiligung der 54-Jährigen, die 1988 als Flüchtling nach Deutschland gekommen ist. Die Angeklagte habe geholfen, den Bordellbetrieb aufrecht zu halten und aktiv Prostituierte angeworben.
Sollten beide Parteien bei ihrer Haltung bleiben, wird der Prozess am 23. Dezember mit der Beweisaufnahme fortgesetzt. Diese am Amtsgericht über einen Strafrichter abzuarbeiten, dürfte schwierig werden, merkte Bäumler an. Er behielt sich vor, zu einem Schöffengericht überzugehen.
Quelle: schwarzwaelder-bote.de
Gewaltrausch im Bordell
Stuttgart – Im Bordell Dreifarbenhaus in der Innenstadt wird man noch lange an den 30. April dieses Jahres zurückdenken. Trotz der hohen Sicherheitsstandards kam es zu einem brutalen Übergriff eines Freiers. Ein 63-jähriger Türsteher verlor dabei fast sein Leben.
Michael F., der 33-jährige mutmaßliche Täter, steht seit Mittwoch vor der 9. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stuttgart. Die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord und der Vergewaltigung an einer der im Dreifarbenhaus angestellten Prostituierten aus. Das Verbrechen, wie es in der Anklageschrift geschildert wird, ist an Kaltblütigkeit kaum zu überbieten – dabei fing alles ganz harmlos an. Die Prostituierte und ihr Freier hatten sich auf 30 Euro für zwanzig Minuten Geschlechtsverkehr geeinigt. Während des Aktes wurde der 33-Jährige immer aggressiver und wollte das Kondom abstreifen. Dagegen setzte sich die Frau heftig zur Wehr und schrie um Hilfe, weshalb ihr Peiniger begann, sie zu würgen.
Als der 63-jährige Türsteher ins Zimmer eilte, ließ Michael F. von der Prostituierten ab und stürzte sich nackt auf den Sicherheitsmann. Mit Faustschlägen und Tritten traktierte er den Mann und ließ auch dann nicht von seinem Opfer ab, als es schon längst bewusstlos am Boden lag. “Er nahm Anlauf wie ein Fußballer beim Elfmeterschießen und trat ihn voll gegen den Kopf”, erzählt die 33-jährige Prostituierte vor Gericht. Anschließend soll der Angeklagte den ohnmächtigen Türsteher sogar wieder hochgezogen und mehrmals gegen die Wand geschleudert haben. Nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus hing das Leben des 63-Jährigen am seidenen Faden, denn durch die grausame Attacke hatte er nicht nur zahlreiche Knochenbrüche und Prellungen erlitten, sondern auch einen lebensgefährlichen Lungenriss. Mit einer Notoperation konnte er gerettet werden.
“Er kam ins Zimmer, da habe ich zugeschlagen”
In seiner Vernehmung legte der zuletzt in Wernau (Kreis Esslingen) lebende Michael F. ein Teilgeständnis ab. Während er die Vergewaltigung bestritt, gab er den Angriff auf den Türsteher zu. “Er kam ins Zimmer und sagte irgendetwas, da habe ich einfach zugeschlagen”, berichtet der Angeklagte. “Warum ich das getan habe, kann ich mir selbst nicht erklären.” Er könne sich nur bruchstückhaft an den Abend erinnern und sei immer noch durcheinander wegen der Tat.
Der Vorsitzende Richter Wolfgang Hahn erklärte zu Beginn der Verhandlung, dass bei dem 33-Jährigen im Falle einer Verurteilung möglicherweise die dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie infrage kommt. Das habe ein erstes Gutachten des psychologischen Sachverständigen ergeben, der im weiteren Prozessverlauf noch ausführlich zu Wort kommen wird.
Michael F. sagte aus, dass er seit vielen Jahren Stimmen in seinem Kopf höre. “Manchmal sind es minutenlange Schreie, manchmal ganz normale Gespräche”, schildert der 33-Jährige. Oft habe er versucht, die Stimmen mit Alkohol “wegzutrinken.” Seit seiner Inhaftierung wird er mit Medikamenten behandelt, inzwischen fühle er sich besser und könne auch klarer denken.
Der Lebensweg des Angeklagten liest sich wie eine Aneinanderreihung von Rückschlägen und Kuriositäten. Nach dem bestandenen Realschulabschluss habe er eine Ausbildung zum Polizeibeamten begonnen, musste diese jedoch nach einer nicht bestandenen Prüfung abbrechen. Bis zu seiner Verhaftung schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch, lebte die meiste Zeit aber von Hartz IV. 1999 heiratete er eine Thailänderin, doch nach sechs Monaten ging die Beziehung in die Brüche – auf dem Papier besteht die Ehe bis heute. Seine Eltern, bei denen er zwischenzeitlich wohnte, setzten ihn vor die Tür. “Ich soll meine Mutter bedroht und meinen Vater geschlagen haben, doch davon weiß ich nichts”, berichtet Michael F. Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt.
Quelle: stuttgarter-nachrichten.de

























